Das Whitepaper „Developer-Driven Testing in Automotive“ des Unternehmens dSPACE beschreibt den Wandel in der Absicherung von ADAS- und AD-Systemen vor dem Hintergrund stark wachsender Softwarekomplexität. Klassische V-Modell-basierte Entwicklungs- und Testprozesse stoßen dabei zunehmend an ihre Grenzen, da sowohl die Variantenvielfalt als auch die sicherheitsrelevanten Anforderungen durch Normen wie ISO 26262 und SOTIF erheblich zunehmen.
Das Whitepaper skizziert zentrale Strategien für die sichere und effiziente Einführung autonomer Fahrzeuge im öffentlichen Straßenverkehr. Verfasst wurde es von den dSPACE-Experten Abigayl Ostipow und Oliver De Candido. Es liefert praxisnahe Perspektiven aus der ADAS- und AD-Entwicklung und fokussiert drei Kernrichtungen: die Beschleunigung der Entwicklung durch automatisiertes, entwicklerzentriertes Testing innerhalb von CI/CT-Pipelines, die skalierbare Absicherung über szenariobasierte virtuelle Validierung statt realer Testfahrten sowie die durchgängige Wiederverwendung von Testartefakten aus SIL-, HIL- und Cloud-Umgebungen über den gesamten Entwicklungsprozess hinweg.
Im Zentrum des Beitrags steht der Übergang zu CI/CD/CT-Methodiken, bei denen Testing frühzeitig und kontinuierlich in den Entwicklungsprozess integriert wird. Der klassische Integrationsschritt wird damit teilweise in die Entwicklung selbst verlagert. Fehler werden früher sichtbar, Iterationen kürzer, Rückkopplungsschleifen dichter.
Insgesamt beschreibt das Whitepaper eine klare Verschiebung hin zu einer stark automatisierten, simulationsgetriebenen Validierungswelt, in der Softwarequalität nicht mehr punktuell geprüft, sondern kontinuierlich über den gesamten Entwicklungszyklus hinweg abgesichert wird.
Im letzten Abschnitt wird der Aufbau einer durchgängigen, cloudfähigen Testinfrastruktur beschrieben. Plattformen wie SIMPHERA sowie Szenariosimulationen wie AURELION werden als Bausteine einer automatisierten Testkette dargestellt. Zentrale Aspekte sind Parallelisierung, Automatisierung und die durchgängige Daten- und Artefaktnutzung über verschiedene Teststufen hinweg.
In der Gesamtsicht beschreibt das Whitepaper den Übergang von fragmentierten Testlandschaften hin zu einer orchestrierten, hochautomatisierten Validierungsinfrastruktur, in der Simulation den primären Absicherungsanker für sicherheitskritische Automotive-Software bildet. (oe)
Zum Whitepaper (pdf, 5 Seiten)
