Siemens hat die Verfügbarkeit der neuesten Version der Simcenter-Software angekündigt. Sie bringt erhebliche Verbesserungen im gesamten Portfolio mit sich und bietet neue Funktionen, mit denen Ingenieure Simulationsabläufe beschleunigen, mehr Optionen schneller prüfen und bereits in einer frühen Phase des Konstruktionsprozesses fundiertere Entscheidungen treffen können.
Diese Version ist zudem die Erste, die die Simulationstechnologien von Siemens und Altair in einem einheitlichen Simulationsportfolio vereint. Durch die Abstimmung dieser Technologien innerhalb einheitlicher Arbeitsabläufe unterstützt Siemens Ingenieurteams dabei, Simulationen umfassender einzusetzen, die Komplexität zu reduzieren und die Entscheidungsfindung zu verbessern.
Simcenter PhysicsAI ist nun außerdem in weiteren Produkten des Simcenter-Portfolios integriert. Simcenter PhysicsAI ist eine geometrische Deep-Learning-Technologie (GDL) von Siemens. Sie wandelt Simulationsdaten in hochpräzise Vorhersagemodelle um. Damit können Ingenieure mehr Konzepte bewerten und laut Hersteller bis zu 1.000-mal schneller fundierte Konstruktionsentscheidungen treffen als bei herkömmlichen Solver-Simulationen. Die mit Simcenter PhysicsAI generierten Daten und Modelle können vom „Intelligence Center X“ von Siemens genutzt werden, der neuen Software zur Orchestrierung industrieller KI.
Die Simcenter STAR-CCM+-Software unterstützt nun mehrere GPUs. Dadurch können Ingenieure mit Simcenter PhysicsAI KI-Modelle aus CFD-Simulationen (Computational Fluid Dynamics) deutlich schneller trainieren (mit Geschwindigkeitssteigerungen um das Zehnfache und mehr) und mit größerer Sicherheit iterieren.
Mit der neu eingeführten Funktion Simcenter PhysicsAI Generate können Teams anhand vorhandener Kenntnisse und Produktdaten innerhalb von Sekunden neuartige und innovative Designkonzepte erstellen. Mithilfe einer physikorientierten generativen KI-Engine lassen sich auf Basis von Zielabmessungen, Leistungs-KPIs und historischen Trainingsdaten in Sekundenschnelle neue Konzepte generieren. Dadurch werden Hindernisse für eine umfassende Erkundung des Designraums auf der Grundlage realer physikalischer Gesetze radikal beseitigt.
Die neuesten Updates tragen weiterhin zur Umsetzung der Mission von Siemens bei, das umfassendste Portfolio für multiphysikalische Simulationen zu schaffen. Ein Schwerpunkt liegt auf der Verbesserung der Verbindungen zwischen domänenübergreifenden Simulationstechnologien in komplexen Systemen, um eine ganzheitlichere Auslotung des Designs zu ermöglichen.
So können Ingenieure beispielsweise elektromagnetische, thermische und Systemsimulations-Workflows nahtlos miteinander verknüpfen. Dadurch erhalten sie frühzeitig Einblicke in die Leistung elektrischer Antriebsstrangsysteme. Neue Funktionen, wie der Export reduzierter Motormodelle aus der Simcenter Flux-Software in System- und 3D-Simulationstools, sowie die verbesserte Multiphysik-Simulation in Simcenter-STAR-CCM+, tragen dazu bei, die Genauigkeit in Bereichen wie der Motorkühlung und dem thermischen Verhalten von Batterien zu erhöhen. Gleichzeitig wird eine effizientere Zusammenarbeit zwischen multidisziplinären Ingenieurteams unterstützt.
Diese Fortschritte tragen zusammen zu einem stärker vernetzten und KI-gestützten Simulationsansatz als Teil des Siemens Xcelerator-Portfolios bei und ermöglichen einen kontinuierlichen Informationsfluss über die Phasen von Entwurf, Validierung und Betrieb hinweg. Das Ergebnis ist eine praxisorientierte und flexible Simulationsumgebung, die Unternehmen dabei unterstützt, ihre Entwicklungsgeschwindigkeit zu steigern, Entwicklungsrisiken zu reduzieren und leistungsstärkere Produkte auf den Markt zu bringen. (jr)
