AUMOVIO und BMW Group bauen Technologiepartnerschaft aus und beenden Rechtsstreit

AUMOVIO und die BMW Group haben ihre Zusammenarbeit mit einer langfristigen Liefer- und Entwicklungsvereinbarung deutlich ausgeweitet. Die Partner planen neue Serienprojekte für Elektronik- und Bremssysteme mit einem Auftragsvolumen von mehr als einer Milliarde Euro. Gleichzeitig haben beide Unternehmen ihre rechtlichen Auseinandersetzungen um einen zurückliegenden Gewährleistungsfall bei einem integrierten Bremssystem einvernehmlich beigelegt.

Im Mittelpunkt der erweiterten Zusammenarbeit stehen das integrierte One-Box-Bremssystem MK C2, Bremssättel sowie weitere elektronische Steuerungs- und Bremssysteme für künftige Fahrzeugplattformen. Zudem wurde die Serienbelieferung des MK C2 bis Mitte der 2030er Jahre verlängert. Das Bremssystem vereint Hauptzylinder, Bremskraftverstärker sowie ABS- und ESP-Funktionen in einem kompakten Modul und unterstützt unter anderem regeneratives Bremsen sowie hochautomatisierte Fahrfunktionen.

Im Rahmen des Vergleichs zahlt die AUMOVIO Germany GmbH insgesamt 350 Millionen Euro an BMW. Die Zahlung erfolgt in zwei Tranchen im dritten und vierten Quartal 2026. Der Vergleich beendet sämtliche Ansprüche aus dem Gewährleistungsfall. Die daraus resultierenden bilanziellen Belastungen beeinflussen das Ergebnis des zweiten Quartals 2026 und führen zu einer Anpassung der Unternehmensprognose. (oe)

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