Die Virtual Vehicle Research GmbH startet zum 1. Januar 2027 das COMET-Zentrum „Software-Defined Mobility“ (SDM). Das von der FFG genehmigte Forschungszentrum hat ein geplantes Forschungsvolumen von 24 Millionen Euro für die erste vierjährige Förderperiode und vereint 44 Partner aus Industrie und Wissenschaft.
Ziel ist es, softwareddefinierte Systeme schneller, sicherer und verlässlicher zu entwickeln – von Automotive und Rail über Maritime und Health Tech bis hin zu Energy und Defense.
Im Zentrum des Forschungsprogramms steht der Übergang von der klassischen virtuellen Validierung zur Virtual Assurance. Das bedeutet, dass Simulationen, digitale Zwillinge, KI-Komponenten und Software-Updates nicht nur eingesetzt, sondern über den gesamten Lebenszyklus eines Systems hinweg nachvollziehbar überprüft und vertrauenswürdig gemacht werden sollen.
Gerade bei autonomen, vernetzten und softwareintensiven Systemen reicht es nicht mehr aus, einzelne Entwicklungsstände einmalig zu testen. Sicherheit, Zuverlässigkeit und Leistungsfähigkeit müssen auch nach Software-Updates, bei neuen Betriebsbedingungen und im Zusammenspiel mit Infrastruktur, Cloud und anderen Systemen bewertbar sein.
Das neue COMET-Zentrum konzentriert sich auf drei zentrale Themenfelder:
- Trustworthy Simulation: Entwicklung vertrauenswürdiger Simulationen, digitaler Zwillinge und virtueller Testmethoden. Das Ziel besteht darin, Unsicherheiten transparent zu machen und belastbare Nachweise für Entwicklung, Validierung und Zulassung zu schaffen.
- Autonomous Intelligence: Sichere und überprüfbare KI für Wahrnehmung, Entscheidungsfindung und autonome Systeme. Der Fokus liegt auf robusten, erklärbaren und überprüfbaren KI-Methoden für sicherheitskritische Anwendungen.
- Efficient Systems: Adaptive und kontextbewusste E/E-Architekturen für die Vernetzung von Fahrzeugen, Infrastruktur und Cloud. Damit sollen softwaredefinierte Systeme effizienter entwickelt, betrieben und über ihren Lebenszyklus hinweg aktualisiert werden können.
Diese Forschungsfelder werden durch ein Living Innovation Lab ergänzt, in dem Forschungsergebnisse in Demonstratoren, Prototypen und marktfähige Lösungen überführt werden. (jr)
