WeRide: ADAS-Stack auf Basis von L4-Technik

WeRide hat seinen Technik-Stack für hochautomatisiertes Fahren (Level 4) auf eine skalierbare ADAS-Lösung übertragen. Die einstufige End-to-End-ADAS-Lösung WRD 3.0 (WeRide Driving) ist mit verschiedenen Rechenplattformen kompatibel, darunter NVIDIA DRIVE, Qualcomm Snapdragon und SiEngine StarLight (AD1000). WeRide hat seinen Autonomie-Stack von Anfang an so konzipiert, dass er von bestimmten Rechenleistungs- und Chip-Plattformen entkoppelt ist. Durch die Unterstützung verschiedener Rechenleistungsstufen und Kostenniveaus möchte WeRide globalen OEMs die Implementierung einer umfassenden Palette an L2++-ADAS-Lösungen ermöglichen, die von leistungsstarken bis hin zu kosteneffizienten Konfigurationen reicht.

WRD 3.0 bietet die algorithmischen Fähigkeiten und Sicherheitsstandards, die sich im langfristigen, realen Betrieb des autonomen Fahrens der Stufe 4 bewährt haben. In das von WeRide selbst entwickelte universelle Simulationsweltmodell GENESIS integriert, sorgt WRD 3.0 laut Unternehmensangaben für eine stabilere Entscheidungsfindung in komplexen Straßenumgebungen, ein menschenähnlicheres Fahrverhalten und eine höhere Systemfehlertoleranz. Dadurch wird ein optimales Gleichgewicht zwischen Sicherheit und Effizienz erreicht.

Laut WeRide hat das Unternehmen mit WRD 3.0 bereits Design-Wins für annähernd 30 Fahrzeugmodelle erzielt. Darunter Modelle von GAC und Chery. Am 16. April startete der Vorverkauf für den Aion N60, den ersten gemeinsam von WeRide und GAC Aion entwickelten Serien-Pkw. Diese Markteinführung markiert zudem den ersten serienmäßigen Einsatz der einstufigen End-to-End-Technik von WeRide auf der Qualcomm-Snapdragon-Plattform. Damit ist ADAS für alle Szenarien möglich – vom Stadtverkehr über Autobahnen und Parken bis hin zu aktiver und passiver Sicherheit. Die Lösung erreicht eine Leistung, die mit einer 2.000-TOPS-Plattform vergleichbar ist, während sie mit nur 200 TOPS Rechenleistung auskommt. Damit soll sie einen neuen Maßstab für Effizienz setzen. (jr)