Am 19. Oktober 2026 startete in München in einem Kickoff-Meeting das Forschungsprojekt Mod2SDV (Safe and Secure Modular Architectures for the Next Generation Vehicle), das von TrustMotion als Projektkoordinator ausgerichtet wurde. In den kommenden drei Jahren erarbeiten 22 Partner Methoden und Technologien, um softwaredefinierte Fahrzeuge (SDVs) kontinuierlich, modular und nachvollziehbar abzusichern und sicherheitskritische Fahrzeugsoftware über ihren gesamten Lebenszyklus kontrolliert weiterzuentwickeln.
Grundlage ist die offene europäische SDV-Architektur Eclipse S-CORE. Betriebsdaten, digitale Zwillinge, Simulationen und modellbasierte Sicherheitsargumentationen sollen miteinander verknüpft werden, um Änderungen an sicherheitskritischen Funktionen sowie Software-Updates und die Weiterentwicklung von KI-Modellen auch nach der Fahrzeugauslieferung zuverlässig bewerten zu können.
Zu den angestrebten Ergebnissen zählen wiederverwendbare Entwicklungs- und Sicherheitsartefakte, simulationsgestützte Validierungsmethoden sowie offene Schnittstellen und Datenkonzepte. Die Universität Siegen bringt unter anderem ihre Expertise in deterministischer KI-Ausführung, rekonfigurierbarer FPGA-Hardware und Laufzeitplanung ein. Entwickelt werden sollen modulare Dienste, die KI-Beschleunigung, inkrementelle Rekonfiguration und eine vorausschauende Anpassung der Systemressourcen unterstützen. Zum Konsortium gehören unter anderem Mercedes-Benz, BMW, CARIAD, TTTech, Elektrobit, Infineon und Schaeffler sowie mehrere Forschungseinrichtungen und Universitäten.
Mod2SDV wird im Rahmen des Förderprogramms „DNS der zukunftsfähigen Mobilität. Digital – Nachhaltig – Systemfähig“ vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie gefördert. (oe)
