Auf der NVIDIA GTC in Berlin hat dSPACE eine Simulationslösung demonstriert, mit der sich aufgezeichnete Sensordaten in realitätsnahe virtuelle Verkehrsszenarien überführen lassen und so die Entwicklung und Validierung von Fahrerassistenzsystemen (ADAS) und Funktionen für das automatisierte Fahren unterstützt.
Dazu kombiniert dSPACE die Simulations-Toolchain mit dem Sicherheitsevaluierungs-Framework NVIDIA Halos SAFE und der Rekonstruktionstechnologie NVIDIA Omniverse NuRec. Letztere erzeugt aus aufgezeichneten Kamera- und Lidar-Daten detaillierte dreidimensionale Umgebungen. Diese lassen sich anpassen, erweitern und um zusätzliche Verkehrssituationen ergänzen. Innerhalb der dSPACE-Toolsuite Automotive Simulation Models (ASM) werden die rekonstruierten Umgebungen mit Modellen für Fahrzeugdynamik und Verkehrssimulation verbunden. Die Integration unterstützt Software-in-the-Loop- (SIL) und Hardware-in-the-Loop-Tests (HIL). Damit können reale und synthetisch erzeugte Daten in automatisierte Validierungsabläufe eingebunden werden. Ein Anwendungsfeld ist die automatisierte Durchführung von Euro-NCAP-Tests mit dem Ziel, die virtuelle Typgenehmigung und Validierung von ADAS-Systemen voranzutreiben, um die virtuelle Prüfung und Validierung von ADAS-Funktionen weiterzuentwickeln. Die Technologie ist laut dSPACE auch für höhere Automatisierungsstufen, etwa Robotaxis, nutzbar. (oe)
