Mercedes-Benz und Liquid AI kooperieren bei lokaler KI im Fahrzeug

v..l.n.r. Jörg Burzer, Vorstandsmitglied der Mercedes-Benz Group AG und CTO, Ramin Hasani, CEO Liquid AI und Magnus Östberg, Chief Software Officer, Mercedes-Benz AG. (© Mercedes-Benz)

Mercedes-Benz arbeitet künftig mit dem US-Unternehmen Liquid AI zusammen, um Funktionen künstlicher Intelligenz direkt im Fahrzeug auszuführen. Die Zusammenarbeit konzentriert sich auf Modelle mit der dritten und vierten Generation des MBUX-Infotainmentsystems in Nordamerika.

Damit sollen Sprach- und Assistenzfunktionen im Fahrzeug ohne permanente Verbindung zur Cloud betrieben werden können. Stattdessen werden eingebettete „Liquid Foundation Models“ (LFM) eingesetzt, die lokal im Fahrzeug rechnen. Dadurch sollen Sprachinteraktion, Fahrzeugsteuerung und kontextbezogene Funktionen schneller und mit geringerer Abhängigkeit von externer Datenverarbeitung funktionieren.

Die Technologie basiert auf dem Mercedes-Benz Operating System (MB.OS). Nach Angaben des Unternehmens ist der Serieneinsatz entsprechender Funktionen für die zweite Hälfte des Jahres 2026 vorgesehen.

Im Fahrzeug sollen künftig zentrale Bestandteile der Sprachverarbeitung direkt integriert sein, darunter Spracherkennung, Sprachverständnis und logische Auswertung von Nutzeranfragen. Liquid AI entwickelt dafür kompakte KI-Modelle, die für den Betrieb auf Fahrzeughardware optimiert sind. Diese Modelle sind auf geringe Rechenlatenz und einen begrenzten Ressourcenbedarf ausgelegt und laufen lokal im Fahrzeug.

Nach Angaben von Mercedes-Benz ergänzt der Ansatz bestehende cloudbasierte KI-Funktionen. Die Kooperation soll schrittweise auch auf weitere Bereiche der Fahrzeugentwicklung ausgeweitet werden. (oe)

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