Bis 2030 will Bosch mit Halbleitern einen Umsatz von rund fünf Milliarden Euro erreichen. Im Zuge der Ende Oktober 2026 kommunizierten Neuordnung der Konzernstruktur und Weiterentwicklung von Bosch Mobility stärkt das Unternehmen dafür auch sein Halbleitergeschäft. Ab dem 1. Januar 2028 stellt Bosch seine Halbleiteraktivitäten mit dem neuen Geschäftsbereich Semiconductors auf eigene Beine. Die Zuordnung zum Unternehmensbereich Mobility bleibt bestehen. Aktuell sind die Halbleiteraktivitäten im Geschäftsbereich Mobility Electronics angesiedelt.
Bisher gehört das Halbleitergeschäft zum Bosch-Geschäftsbereich Mobility Electronics, ebenso wie das Bosch-interne Geschäft mit elektronischen Steuergeräten und Leistungselektronik. Ab Januar 2028 umfasst der Geschäftsbereich Mobility Electronics das Geschäft mit elektronischen Steuergeräten für Automotive-Anwendungen.
Das Unternehmen will für seine Halbleiter zusätzliche Absatz- und Wachstumsmöglichkeiten in neuen Anwendungen erschließen. Neben dem bisherigen Automobil- und Konsumentengeschäft, zu dem beispielsweise Smartphones und Wearables gehören, zählen dazu auch zukunftsweisende Anwendungen
Mit der Neuaufstellung seiner Halbleitersparte im neuen Geschäftsbereich „Semiconductors” passt Bosch Organisation und Prozesse an die speziellen und sehr dynamischen Kunden- und Marktanforderungen der Halbleiterindustrie an.
Die Stärken von Bosch im Halbleitergeschäft liegen in der MEMS-Sensorik, Siliziumkarbid-Chips und anwendungsspezifische integrierte Schaltungen (ASIC) sowie deren Integration in das Systemgeschäft.
Mit weltweit rund 40 Halbleiter-Standorten für Forschung, Entwicklung und Fertigung ist das Unternehmen global aufgestellt. In den vergangenen Jahren hat das Unternehmen rund drei Milliarden Euro an seinen Halbleiterstandorten Dresden und Reutlingen investiert. In Roseville, Kalifornien, rüstet Bosch sein Werk für die Fertigung von speziellen Siliziumkarbid-Chips für rund zwei Milliarden US-Dollar um. Um seine globale Resilienz zu stärken, plant Bosch zudem, bis Mitte der nächsten Dekade das Testzentrum in Penang, Malaysia, weiter auszubauen. Ferner ist Bosch mit zehn Prozent an dem Joint Venture European Semiconductor Manufacturing Company (ESMC) GmbH in Dresden beteiligt. (jr)
