AUMOVIO beendet den Geschäftsbetrieb seiner Cybersecurity-Tochter PlaxidityX, ehemals Argus Cyber Security. Die Entscheidung ist Teil einer globalen Restrukturierung, mit der sich das Unternehmen stärker auf seine Kernprodukte und Schlüsseltechnologien konzentrieren will. Von der Entscheidung sind weltweit insgesamt 110 Beschäftigte betroffen, darunter rund 80 Mitarbeitende am israelischen Standort. Bestehende Kunden und Partner sollen während einer Übergangsphase weiterhin unterstützt werden.
Argus wurde 2013 gegründet und entwickelte sich innerhalb weniger Jahre zu einem der international führenden Anbieter von Automotive-Cybersecurity-Lösungen. 2017 übernahm Continental das Unternehmen für rund 450 Millionen US-Dollar. Nach der Ausgliederung des Automotive-Geschäfts in AUMOVIO firmierte das Unternehmen zuletzt unter dem Namen PlaxidityX.
Nach Angaben des Unternehmens wurden die Sicherheitslösungen weltweit in mehreren zehn Millionen Fahrzeugen eingesetzt. Die Plattformen adressierten unter anderem In-Vehicle-Netzwerke, Steuergeräte, Flotten sowie Software-Updates over the air (OTA) und unterstützten Hersteller bei der Umsetzung regulatorischer Anforderungen wie der UN-Regelungen zu Cybersecurity und Software-Updates.
Die Einstellung des Geschäfts erfolgt nach Unternehmensangaben nicht aufgrund technischer oder sicherheitsrelevanter Probleme, sondern im Rahmen einer strategischen Neuausrichtung. AUMOVIO reagiert damit auf den anhaltenden Kostendruck sowie den tiefgreifenden Wandel der Automobilindustrie und bündelt seine Investitionen auf Geschäftsfelder mit höheren langfristigen Wachstumsperspektiven. (oe)
