Xpeng: Simulatoren für KI-Training

Screenshot aus Video zu X-World & X-Chache © Xpeng

Xpeng hat neue Details zu „X World” vorgestellt, einer KI-gestützten Fahrsimulationsplattform zur Entwicklung und Validierung intelligenter Fahrfunktionen der nächsten Generation. Gleichzeitig präsentierte das Unternehmen X Cache, eine neue Technik, die die Effizienz von KI-Simulationen um den Faktor 2,7 steigert. Sowohl X World als auch X Cache unterstützen die Entwicklung der VLA-2.0-Architektur von Xpeng sowie die übergeordnete „Physical-AI-Strategie“ des Unternehmens.

Im Kern fungiert X World als hochrealistischer Fahrsimulator für das Trainieren künstlicher Intelligenz. Xpeng nutzt X World, um komplexe Verkehrssituationen digital nachzubilden. Szenarien des realen Straßenverkehrs können nachgestellt und die intelligenten Fahrfunktionen dadurch weiterentwickelt werden.

Das System kann Millionen von Fahrsituationen virtuell simulieren, darunter dichter Stadtverkehr, plötzliche Spurwechsel, schwierige Wetterbedingungen oder das unvorhersehbare Verhalten von Fußgängern.

Darüber hinaus hat der OEM die Beschleunigungstechnik X Cache vorgestellt, die speziell für KI-gesteuerte Weltmodelle konzipiert wurde. Eine der größten Herausforderungen bei groß angelegten Fahrsimulationen ist der enorme Rechenaufwand, der erforderlich ist, um realistische Verkehrssituationen in unterschiedlichen Umgebungen in Echtzeit zu generieren.

X Cache von Xpeng löst dieses Problem, indem wiederverwendbare visuelle Informationen zwischen einzelnen Videoframes identifiziert werden. Dadurch werden redundante Berechnungen minimiert und die Inferenzgeschwindigkeit um das bis zu 2,7-fache erhöht, ohne dass das zugrunde liegende Modell neu trainiert werden muss. In der Praxis ermöglicht dies schnellere, effizientere und besser skalierbare Simulationen und bringt Echtzeit-KI-Simulationen somit dem praktischen Einsatz näher.

Die Techniken werden bereits heute in verschiedenen internen Entwicklungsprozessen für autonomes Fahren eingesetzt, darunter:

  • Closed-Loop-Simulationstests,
  • KI-Training und Reinforcement Learning,
  • Generierung synthetischer Daten,
  • Sicherheits- und Leistungsvalidierung.

Laut Xpeng haben sich die Simulationskapazitäten innerhalb des vergangenen Jahres deutlich erweitert – von rund 30.000 Simulationsszenarien auf mehr als 500.000 –, sodass die tägliche virtuelle Testleistung inzwischen etwa 30 Millionen gefahrenen Kilometern entspricht.

Das Unternehmen ist überzeugt, dass sogenannte „World Models“ künftig eine zentrale Rolle für das autonome Fahren spielen werden, da sie ein schnelleres Lernen, eine skalierbare Validierung und eine sicherere Entwicklung von KI-Systemen in globalen Verkehrsumgebungen ermöglichen.

Die vollständigen technischen Veröffentlichungen sind über arXiv sowie über die offiziellen Forschungskanäle von Xpeng verfügbar. (jr)

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