Volkswagen Group setzt bei E-Antrieben auf eigenen Pulswechselrichter

Mit dem Pulswechselrichter bringt die Volkswagen Group eine Schlüsselkomponente des E-Antriebs in Eigenregie an den Start. (© Volkswagen Group)

Die Volkswagen Group setzt bei den elektrischen Antrieben der Electric Urban Car Family künftig auf einen konzernintern entwickelten Pulswechselrichter. Die von Volkswagen Group Components entwickelte Leistungselektronik ist Bestandteil des neuen E-Antriebssystems APP290 und soll die Entwicklungsgeschwindigkeit erhöhen, Kosten reduzieren sowie die technologische Unabhängigkeit stärken.

Der Pulswechselrichter übernimmt zentrale Steuerungsaufgaben im Antrieb, wandelt den Gleichstrom der Batterie in Wechselstrom für die E-Maschine um und koordiniert Leistungsabgabe sowie Rekuperation. Durch den Einsatz von Siliciumcarbid-Halbleitern steigt die Effizienz des Systems, was sich in einer verbesserten Reichweite und Alltagstauglichkeit der Fahrzeuge niederschlägt.

Der APP290-Antrieb ist in mehreren Leistungsstufen von 85 kW bis 166 kW ausgelegt und basiert auf einer 400-Volt-Architektur. Die Technologie soll künftig markenübergreifend in Modellen wie ID. Polo, Škoda Epiq und CUPRA Raval eingesetzt werden und eine skalierbare Basis für kommende Elektrofahrzeuge des Konzerns bilden.

Der APP290 ist als Permanentmagnet-Synchronmotor ausgelegt und erreicht je nach Variante Leistungen bis etwa 166 kW bei rund 290 Nm Drehmoment. Die Eigenentwicklung des Pulswechselrichters ist Teil einer stärkeren vertikalen Integration innerhalb der Volkswagen Group Components. Ziel ist es, Schlüsselkomponenten selbst zu beherrschen, Entwicklungszyklen zu verkürzen, Skaleneffekte über mehrere Marken zu nutzen und Abhängigkeiten von Zulieferern zu reduzieren. Die Kombination aus APP290-Motor, SiC-Inverter und MEB+-Architektur soll insbesondere im Kleinwagensegment Effizienzgewinne ermöglichen und Technologien aus höheren Fahrzeugklassen kostenseitig skalierbar machen. (oe)

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