Virtuelle Qualifikation für autonomes Racing

Erstmals mussten sich die Teams des autonomen Rennsports virtuell qualifizieren, bevor sie auf der realen Rennstrecke antreten durften. (© dSPACE)

Die Indy Autonomous Challenge (IAC) und dSPACE haben einen virtuellen Qualifikationsprozess für autonome Rennfahrzeuge eingeführt. Erstmals mussten die teilnehmenden Teams ihre Fahrzeuge vor dem Start auf der realen Rennstrecke in einer virtuellen Testumgebung qualifizieren.

Zum Einsatz kam eine Software-in-the-Loop-(SIL)-Toolchain von dSPACE mit der Simulationsplattform VEOS, der Fahrzeug- und Umgebungssimulation ASM sowie der Sensorsimulation AURELION. Abgebildet wurde ein digitaler Zwilling des Laguna Seca Raceway mit seinen starken Höhenunterschieden, blinden Kuppen und technisch anspruchsvollen Kurven. Die Teams mussten unter anderem die sichere Navigation der gesamten Strecke, den Umgang mit Rennflaggen, die Rückkehr in die Box sowie das Verhalten bei Telemetrie- und Kommunikationsausfällen nachweisen. Darüber hinaus wurden Mehrfahrzeugszenarien, dynamischer Verkehr und autonome Überholmanöver simuliert.

Ein besonderer Schwerpunkt lag auf der Interaktion zwischen konkurrierenden Fahrzeugen. Im Rahmen der Qualifikation wurden mehr als 500 autonome Überholmanöver durchgeführt und validiert. Alle teilnehmenden Teams erfüllten die Anforderungen und qualifizierten sich damit für das heutige Rennen in Laguna Seca. (oe)

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