STMicroelectronics hat mit dem ASM330LHHG1 eine neue Automotive-Inertialmesseinheit (IMU) vorgestellt, die einen dreiachsigen MEMS-Beschleunigungssensor mit einem dreiachsigen Gyroskop kombiniert. Der Baustein ist für den Einsatz in Fahrzeuganwendungen bei Umgebungstemperaturen von -40 °C bis +125 °C ausgelegt.
Die IMU liefert synchronisierte Messdaten aller sechs Achsen und unterstützt damit Dead-Reckoning-Verfahren, Bewegungsanalysen sowie die Fusion von Inertial- und GNSS-Daten. Damit ist eine präzisere Fahrzeugpositionierung, insbesondere in Situationen mit eingeschränktem oder gestörtem Satellitenempfang, etwa in Tunneln, Häuserschluchten oder Parkhäusern, möglich.
Der Beschleunigungssensor unterstützt Messbereiche bis ±16 g, während das Gyroskop Messbereiche von ±125 bis ±4000 Grad pro Sekunde abdeckt.
Neben Navigations- und Fahrerassistenzsystemen eignet sich die IMU für weitere Anwendungen wie V2X-Kommunikation, Telematik, Mauterfassung, Diebstahlschutz, Aufprallerkennung, Fahrkomfortfunktionen sowie Schwingungsüberwachung.
Der Sensor unterstützt die Schnittstellen I²C, MIPI I3C und SPI. Ein integrierter 3-kB-FIFO-Speicher dient zur Zwischenspeicherung von Sensordaten und entlastet die zentrale Recheneinheit. (oe)
