Bosch Engineering: KI-gestützte Assistenzlösung für den Einsatz auf Rennstrecken

Bosch entwickelt mit „Track Performance Assist“ eine KI-gestützte Software, die Fahrverhalten auf Rennstrecken analysiert, eine ideale Linie berechnet und den Fahrer durch Hinweise oder Eingriffe bei Brems- und Beschleunigungsvorgängen unterstützt. (© BBC TopGear)

Bosch Engineering arbeitet an einer neuen Softwarelösung zur Unterstützung von Fahrern auf Rennstrecken. Das System mit der Bezeichnung „Track Performance Assist“ kombiniert Fahrzeugdaten, Sensorik, Navigationsinformationen sowie Methoden der künstlichen Intelligenz, um Fahrverhalten zu analysieren und zu unterstützen.

Die Anwendung basiert auf bestehenden Fahrzeugsystemen wie Traktionskontrolle, Bremsregelung und Fahrdynamiksteuerung sowie auf Daten aus GPS, Cloud-Anbindungen und fahrzeuginternen Sensoren. Ziel ist es, eine Referenz für eine optimale Fahrweise auf einer Rennstrecke zu berechnen und diese mit dem tatsächlichen Fahrverhalten zu vergleichen.

Ein Bestandteil des Systems ist die Berechnung einer idealen Fahrlinie. Diese wird mithilfe von mathematischen Modellen und KI-Algorithmen ermittelt, die eine Vielzahl möglicher Linienführungen auswerten. Während der Fahrt kann angezeigt werden, inwieweit das aktuelle Fahrverhalten von dieser Referenz abweicht.

Darüber hinaus erstellt das System ein Geschwindigkeitsprofil, das als Vergleichsmaßstab für eine potenziell optimale Runde dient. Die Analyse erfolgt auf Basis von Fahrdaten und ermöglicht eine nachträgliche Auswertung einzelner Streckenabschnitte.

In bestimmten Betriebsmodi kann das System aktiv in die Fahrzeugführung eingreifen, indem es Brems- und Beschleunigungsvorgänge anpasst. Diese Eingriffe erfolgen auf Grundlage der berechneten Grenzwerte, um ein Überschreiten fahrdynamischer Limits zu vermeiden. Der Grad der Unterstützung ist einstellbar und kann an unterschiedliche Fahrerpräferenzen angepasst werden.

Die Entwicklung wird derzeit in Prototypfahrzeugen erprobt. Derzeit umfasst das System Daten zu etwa 30 Rennstrecken; bis zur Serienreife soll dieser Umfang auf rund 200 Strecken erweitert werden. Aspekte wie sich ändernde Wetterbedingungen oder unterschiedliche Fahrbahnzustände werden in der aktuellen Ausbaustufe nur eingeschränkt berücksichtigt. (oe)

https://www.bosch-engineering.com