CPCA: Pkw-Nachfrage in China sackt auch im Juli weiter ab

Die CPCA hat für Juli 2026 einen deutlichen Rückgang der Autoverkäufe in China festgestellt. Demnach wurden im Juli 2026 1,461 Millionen leichte Personenkraftwagen (inklusive Limousinen, MPVs und SUVs, jedoch ohne Vans) gekauft. Das entspricht einem Rückgang um 20,9 % gegenüber dem Vorjahresmonat bzw. einem Minus von 8,8 % gegenüber Juni 2026.

In den ersten sieben Monaten des Jahres 2026 wurden 1,602 Millionen dieser Fahrzeuge verkauft. Im entsprechenden Vorjahreszeitraum waren es noch 1,847 Millionen Einheiten, was einem um 20,3 % geschrumpften Inlandsmarkt entspricht.

Der Verband macht dafür eine ganze Reihe von Ursachen verantwortlich: von steigenden Ölpreisen über die offizielle Einführung der neuen Sicherheitsnorm für NEVs mit höheren Anforderungen bis hin zu einer sich weiter abschwächenden Nachfrage nach Wohnungen sowie der gesamtwirtschaftlichen Großwetterlage.

Die hohen Spritkosten dürften maßgeblich für den Rückgang des Einzelhandelsumsatzes mit Verbrennerfahrzeugen im Juli um 41 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum verantwortlich sein. Dabei gingen reine Verbrenner (ICE) um 44 % und herkömmliche Hybridfahrzeuge um 4 % zurück. Unter den Verbrennern verzeichneten heimische Marken einen Rückgang von 46 %, Mainstream-Joint-Ventures von 40 % und Luxusmarken von 28 %.

Trotz der deutlich gestiegenen Kraftstoffpreise in China sank auch der Einzelhandelsumsatz von Fahrzeugen mit alternativen Antrieben (NEV), also BEVs, PHEVs und EREVs (Elektrofahrzeuge mit Range Extender), im Vergleich zum Vorjahr um 3,9 % und gegenüber dem Vormonat um 5,8 %.

Dabei kommt Bewegung in den NEV-Markt: Während heimische Marken über den chinesischen Einzelhandel 4 % und Luxusmarken sogar 23 % weniger Einheiten verbuchen konnten, haben Mainstream-Joint-Ventures 36 % mehr Einheiten abgesetzt.

In den ersten sieben Monaten des Jahres 2026 wurden 5,668 Millionen NEV-Fahrzeuge über den Einzelhandel im chinesischen Inland verkauft, was einem Rückgang von 12,5 % im Vergleich zum Vorjahreszeitraum entspricht, als es noch 6,477 Millionen NEVs waren.

Im Juli belief sich der Einzelhandel heimischer Marken auf 1,04 Millionen Fahrzeuge, was einem Rückgang von 14 % im Jahresvergleich und 6 % im Vormonatsvergleich entspricht. Der inländische Einzelhandelsmarktanteil heimischer Marken lag im Berichtsmonat bei 71,0 %, was einem Anstieg von 5,4 Prozentpunkten im Jahresvergleich entspricht. Die heimischen Marken blieben im NEV- und Exportmarkt insgesamt relativ stabil.

Der Absatz von Mainstream-Joint-Venture-Marken im Einzelhandel betrug im Juli 290.000 Fahrzeuge, was einem Rückgang von 35 % im Jahresvergleich und 12 % im Vormonatsvergleich entspricht. Der Einzelhandelsmarktanteil deutscher Marken lag im Juli bei 12,4 % (-2,0 Prozentpunkte im Jahresvergleich), japanischer Marken bei 10,9 % (-1,9 Prozentpunkte) und amerikanischer Marken bei 4,2 % (-1,0 Prozentpunkte). Joint-Venture-Automobilhersteller mit niedrigen Verkaufszahlen erholten sich schrittweise.

Der Einzelhandel mit Luxusautos belief sich im Juli auf 130.000 Fahrzeuge, was einem Rückgang von 27 % im Jahresvergleich bzw. 23 % im Vormonatsvergleich entspricht.

Laut CPCA-Daten beliefen sich die Pkw-Exporte (einschließlich kompletter Fahrzeuge und Bausätze) im Juli auf 918.000 Fahrzeuge, was einem Anstieg von 87,8 % im Jahresvergleich und 4,9 % im Vormonatsvergleich entspricht. Dies entspricht 41 % des Absatzes der Pkw-Hersteller (Vormonat: 37 %, Vorjahreszeitraum 2025: 21 %).

In den ersten sieben Monaten des Jahres 2026 stiegen die Pkw-Exporte um 73,9 % auf 5,169 Millionen Einheiten (Vorjahreszeitraum: 2,972 Millionen).

Im Juli machten NEVs 58,8 % der Gesamtexporte aus. Dies entspricht einem Anstieg von 14 Prozentpunkten gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Die Exporte heimischer Marken erreichten im Juli 775.000 Fahrzeuge, was einem Anstieg von 87 % im Jahresvergleich entspricht. Die Exporte von Joint-Ventures und Luxusmarken betrugen 143.000 Fahrzeuge, was einem Anstieg von 108 % im Jahresvergleich bedeutet.

Im Julie 2026 wurde in China 2,222 Millionen Fahrzeuge produziert, was einem Rückgang von 1,6 % im Jahresvergleich und von 4,9 % im Vormonatsvergleich gleichkommt. Im Juli sank die Produktion von Luxusmarken um 21 % im Jahresvergleich (–12 % zum Vormonat), die von Joint-Venture-Marken um 35 % (–24 % zum Vormonat) und die von heimischen Marken um 12 % (+0,1 % zum Vormonat). (jr)

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