IAV und IPG Automotive wollen gemeinsam eine durchgängige Entwicklungs- und Validierungsumgebung für softwaredefinierte Fahrzeuge (SDV) aufbauen und dazu den Entwicklungsprozess von der Anforderungserfassung und modellbasierten Funktionsentwicklung bis hin zu X-in-the-Loop-Tests und virtueller Homologation abdecken. Gestern haben die Geschäftsführer Joerg Astalosch (IAV) und Steffen Schmidt (IPG Automotive) zusammen mit Partner Manager Dr.-Ing. Alexander Bradler dazu ein Memorandum of Understanding unterzeichnet.
Kombiniert werden die Simulationsplattformen CarMaker und VIRTO von IPG Automotive mit den digitalen Lösungen Mela und Valdivia sowie den Engineering-Dienstleistungen von IAV. Die KI-gestützte Szenariengenerierung von Mela kann beispielsweise Textbeschreibungen und reale Testvideos in simulationsfähige Verkehrssituationen überführen. Valdivia unterstützt die Auswahl relevanter Testszenarien für die Validierung automatisierter Fahrfunktionen. Ein Schwerpunkt der Kooperation liegt auf dem Einsatz künstlicher Intelligenz. Geplant sind unter anderem die automatisierte Generierung von Testszenarien, agentenbasierte Testabläufe und die intelligente Auswertung von Daten. Damit sollen Entwicklungs- und Testzyklen verkürzt und kritische Fahrsituationen systematischer abgedeckt werden.
Zu den vorgesehenen Anwendungsfällen zählen die virtuelle Validierung von Fahrerassistenzsystemen (ADAS) und automatisierten Fahrfunktionen, virtuelle NCAP-Tests sowie KI-basierte Testautomatisierung. Die Partner wollen die Zusammenarbeit in gemeinsamen Kundenprojekten und Demonstrationen konkretisieren. Für Automobilhersteller und Zulieferer soll dadurch eine stärker integrierte Validierung über verschiedene Werkzeuge und Entwicklungsphasen hinweg möglich werden. (oe)
