Bosch macht seine Technologie zur signalerhaltenden Datenkompression erstmals über den STACKIT Marketplace verfügbar. Damit wird die Lösung für datenintensive Anwendungen aus den Bereichen Künstliche Intelligenz (KI) und Fahrerassistenzsysteme (ADAS) über die souveräne Cloud-Infrastruktur von STACKIT angeboten. Die Bereitstellung ist Teil der im Juli 2026 gestarteten strategischen Zusammenarbeit zwischen Bosch Mobility und Schwarz Digits.
Die Technologie adressiert ein zunehmendes Problem bei der Entwicklung softwaredefinierter Fahrzeuge: Mit steigender Sensorauflösung und zunehmendem Einsatz von KI wachsen die anfallenden Datenmengen und damit auch Anforderungen an Speicherung und Verarbeitung. Nach Angaben von Bosch kann die signalerhaltende Kompression das benötigte Speichervolumen und damit verbundene Kosten um bis zu 80 Prozent reduzieren. Im Unterschied zu herkömmlichen Kompressionsverfahren soll dabei die für KI-Anwendungen relevante Information erhalten bleiben. Sensorrauschen wird hingegen bei der Rekonstruktion wieder erzeugt. Bosch gibt an, dass dadurch weder die KI-Performance noch die Rohbildqualität beeinträchtigt werden; Artefakte und systematische Verzerrungen sollen vermieden und der verbleibende Fehler begrenzt werden.
Die Lösung lässt sich laut Bosch mit vergleichsweise geringem Aufwand in bestehende Datenpipelines integrieren. Über den STACKIT Marketplace steht sie nun als kommerzielles Angebot innerhalb einer auf Datensouveränität und europäische Compliance ausgerichteten Cloud-Infrastruktur zur Verfügung. (oe)
