In ihrem Fachbeitrag „Die Entwicklung von SDVs beschleunigen“ zeigt Heather Campbell, Marketing Director für PAVE360 bei Siemens EDA, auf, warum sich der Einsatz von digitalen Zwillingen in der Entwicklung von softwaredefinierten Fahrzeugen bislang auf wenige Teilbereiche beschränkt.
Einleitend erläutert sie die Gründe, die bei SDVs zu Zeitverzögerungen führen und durch die Virtualisierung von Hardware gelöst werden sollen. Dazu zählen die hohe Komplexität von SDVs sowie der erforderliche Integrationsaufwand für die in der Regel separat entwickelten Teilsysteme, den Campbell als „Integrationssturm“ bezeichnet.
Campbell widmet einen eigenen Absatz den Problemen, die sich bei der Erstellung und Nutzung von digitalen Zwillingen auf Systemebene ergeben. Sie kommt zu dem Schluss, dass es aktuell noch zu lange dauert, einen sinnvollen digitalen Zwilling zu erstellen.
Anschließend geht sie auf die unterschiedlichen Anforderungen der verschiedenen beteiligten Ingenieure entlang der automobilen Lieferkette an die Virtualisierung ein und zeigt auf, wie diese von einer geeigneten Virtualisierung profitieren könnten.
Als Lösung beschreibt sie eine aktualisierte Entwicklungsmethodik für das Software-Defined Vehicle, die sich auf die vollständige und komplexe System-of-Systems-Modellierung und -Simulation konzentriert. Dabei werden Werkzeuge und Software mit gemischten Modelltreuegraden (Mixed Fidelity) sowie übergreifenden Abstraktionsebenen genutzt, um einen echten digitalen Zwilling des sich in Entwicklung befindlichen Systems zu erstellen.
Leider widmet sich Campbell vorwiegend der Beschreibung der Hürden und der Vorteile einer Virtualisierung und beschreibt nur sehr vage, wie Siemens mit PAVE360 Automotive und vorintegrierten digitalen Zwillingen auf Systemebene konkret zur Lösung der beschriebenen Herausforderungen bei ADAS- und IVI-Anwendungen beiträgt.
