IAV und Nexperia: Konzept zur effizienteren Nutzung der Batteriekapazität

IAV und Nexperia haben mit dem Konzept „ONE Inverter“ einen neuen Ansatz für Hochvolt-Architekturen in Elektrofahrzeugen vorgestellt, um die verfügbare Batteriekapazität effizienter zu nutzen und die Leistungs- und Energieverteilung innerhalb des Fahrzeugs stärker softwaregesteuert zu gestalten.

Das Konzept basiert auf einer softwaredefinierten Systemarchitektur, die einzelne Batteriebereiche dynamisch steuert und verwaltet. Funktionen, die bislang mehrere separate Leistungselektroniksysteme erfordern, sollen dadurch in einer gemeinsamen Architektur zusammengeführt werden können. IAV entwickelte die zugrunde liegende Software- und Batterieregelungsstrategie, während Nexperia die erforderlichen Leistungshalbleitertechnologien beisteuerte.

Ein zentrales Merkmal des Ansatzes ist die individuelle Ansteuerung von Batteriezellen beziehungsweise Zellgruppen entsprechend ihres tatsächlichen Zustands. Dadurch soll vermieden werden, dass die Leistungsfähigkeit des gesamten Batteriesystems durch einzelne schwächere Zellen begrenzt wird. Die Entwickler versprechen sich davon eine bessere Ausnutzung der verfügbaren Batteriekapazität sowie eine höhere Systemrobustheit.

Technologische Grundlage sind Wide-Bandgap-Leistungshalbleiter von Nexperia, insbesondere bidirektionale GaN-Bauelemente. Diese ermöglichen schnelles und effizientes Schalten auf Zellebene und sollen die Umsetzung des Konzepts sowohl technisch als auch wirtschaftlich ermöglichen. Ergänzend kommen weitere Halbleiterkomponenten aus dem Portfolio von Nexperia zum Einsatz. (oe)

Erklärvideo zum ONE Inverter Konzept