Das Herzstück der E/E Architektur der Neuen Klasse von BMW bilden vier leistungsstarke zentrale Recheneinheiten, die sogenannten „Superbrains“. Einer davon, das sogenannte „Heart of Joy“, bündelt Fahrdynamikfunktionen wie Antrieb, Bremsen und Lenkung in einem Rechner. Ziel ist eine geringere Latenz zwischen Sensorik, Regelung und Aktorik. Die Umsetzung basiert auf Automotive-Mikrocontrollern der AURIX-TC4D-Generation von Infineon. Die Anbindung an weitere Domänen erfolgt über Automotive-Ethernet auf Basis der BRIGHTLANE-Produktfamilie, um deterministische Echtzeitkommunikation sicherzustellen.
Die weiteren Superbrains übernehmen automatisiertes Fahren, Infotainment sowie Basis- und Komfortfunktionen. Ergänzt werden sie durch zonale Steuergeräte, ebenfalls auf Infineon-MCUs, die Datenaggregation und Energieverteilung übernehmen. Leistungselektronik und Endpunktsteuergeräte regeln unter anderem Traktionsumrichter, Batteriemanagement und On-Board-Laden. Das zonale Architekturkonzept reduziert die Komplexität des Bordnetzes deutlich. Im Vergleich zu früheren Generationen ist der Kabelbaum um 600 Meter kürzer und leichter. Elektronische Sicherungen (eFuses) ersetzen konventionelle Sicherungen und ermöglichen ein softwaregesteuertes, zustandsabhängiges Energiemanagement mit messbaren Effizienzgewinnen. (oe)
