Keysight: Tool für domänenübergreifende Strukturanalysen

Die erste Version des Analysewerkzeugs Keysight Multiphysics ermöglicht die Simulation von Auswirkungen von Fall- (im Bild), Stoß- und Vibrationsereignissen auf die Zuverlässigkeit elektronischer Schaltungen. © Keysight

„Multiphysics“ von Keysight ist eine Design- und Verifikationslösung, die die physikalischen Wechselwirkungen berücksichtigt, die zu Ausfällen in modernen elektronischen Designs führen können. Die Anwendung zur Strukturanalyse deckt Fall-, Stoß- und Vibrationstests ab und ermöglicht es Entwicklungsteams, Probleme früher zu erkennen und zu beheben – noch bevor ein Prototyp gebaut wird.

Elektronische Produkte werden immer komplexer, was herkömmliche Entwicklungsabläufe überfordert. Da elektrische, thermische, mechanische und optische Elemente in immer kompaktere, stärker integrierte Designs zusammengefasst werden, entstehen durch die physikalischen Wechselwirkungen zwischen ihnen Ausfallrisiken, die nicht isoliert bewertet werden können.

„Keysight Multiphysics“ integriert die physikalische Simulation in den Arbeitsablauf der Elektronikentwicklung und schließt einen Prozess, der traditionell Wochen dauert, innerhalb weniger Stunden ab. Die erste Version der Software befasst sich mit der Strukturanalyse und umfasst Compliance-Simulationen für Sturz-, Stoß- und Vibrationsbelastungen. Bislang erforderte dieser Schritt den Bau zahlreicher physischer Prototypen für Tests in einem externen Labor. Dadurch mussten Design- und Fertigungswerkzeuge bereits festgelegt werden, bevor potenzielle Fehler identifiziert werden konnten. Vorgefertigte Anwendungsvorlagen binden das Know-how zur Einrichtung direkt in den Arbeitsablauf ein und verbessern so die Simulationsgenauigkeit. Dadurch können Teams Fehler in späten Entwicklungsphasen vermeiden, ohne auf einen CAE-Spezialisten (Computer-Aided Engineering) angewiesen zu sein.

Wichtige Anwendungsvorteile:

  • Schnellerer Erkenntnisgewinn: Die simulationsgestützte Entwicklung hilft Teams dabei, die Anzahl der physischen Prototypeniterationen zu reduzieren und Zuverlässigkeitsprobleme bereits in einer frühen Phase des Entwicklungszyklus zu erkennen.
  • Geringere Kosten für Neukonstruktionen: Durch Fall-, Stoß- und Schwingungssimulationen können Ingenieure die Ursachen von Ausfällen lokalisieren und bereits in einer frühen Entwicklungsphase gezielte Korrekturen vornehmen.
  • Höhere Sicherheit bei der Konstruktion: Eine anwendungsspezifische Datenbank, die um moderne elektronische Materialien erweitert wurde, hilft Ingenieuren dabei, das Verhalten von Bauteilen unter realistischen Betriebsbedingungen zu modellieren.
  • Breiterer Zugang zur Simulation: Eine geführte Workflow-Oberfläche bindet das Anwendungswissen für jeden Anwendungsfall direkt in den Prozess ein, sodass Ingenieure die Produktzuverlässigkeit auch ohne spezielle CAE-Kenntnisse sicher bewerten können.
  • Mehr Zeit für die Konstruktionsarbeit: Automatisierte Einrichtungs-Workflows machen manuelle Konfigurationsaufgaben überflüssig, die traditionell für die Struktursimulation erforderlich waren.

(jr)

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