CES: Neuer NXP-Hochleistungsrechner konsolidiert bis zu 8 Fahrzeugdomänen

Die Architektur ermöglicht es, bis zu acht Fahrzeugdomänen und zahlreiche Funktionen in einem einzigen System-on-Chip zu konsolidieren und dafür eine einheitliche Rechenumgebung für alle zentralen Fahrzeugfunktionen bereitzustellen. (© NXP)

NXP erweitert seine S32-Automotive-Plattform um den neuen Hochleistungsprozessor S32N7, der speziell für softwaredefinierte und KI-gestützte Fahrzeuge entwickelt wurde. Der Prozessor ist als zentraler Fahrzeugrechner ausgelegt und bündelt Software, Daten und Rechenleistung über alle Fahrzeugdomänen hinweg. Damit soll die steigende Komplexität moderner E/E-Architekturen beherrschbar werden, während sich neue KI-Funktionen während des gesamten Fahrzeuglebenszyklus per Software nachrüsten und weiterentwickeln lassen. Durch die sichere Konsolidierung von bis zu acht Fahrzeugdomänen und zahlreichen Funktionen auf einer Plattform lassen sich Skalierbarkeit und Effizienz erhöhen.


Blockdiagramm des S32N7 Prozessor. (© NXP)


Der S32N7 vereint Echtzeitverarbeitung, Applikationsrechenleistung und KI-Beschleuniger in einer gemeinsamen Plattform. So können Sensor-, Zonen- und Funktionsdaten zusammengeführt und neue Funktionen schneller in allen Betriebszuständen des Fahrzeugs genutzt werden – vom geparkten oder ladenden Fahrzeug bis hin zur Fahrt. NXP versteht den Baustein als intelligentes Fahrzeugkernsystem, das sowohl sicherheitskritische Regelungsaufgaben als auch rechenintensive KI-Anwendungen unterstützt. Dank integrierter Netzwerkfunktionen wie Ethernet und der Möglichkeit, zusätzliche KI-Beschleuniger anzubinden, lässt sich die Plattform flexibel skalieren und weltweit mit einem einheitlichen Software-Stack einsetzen.

Ein zentrales Merkmal ist die hardwaregestützte, sichere Partitionierung des Systems-on-Chip. Sie erlaubt es, mehrere Fahrzeugdomänen und zahlreiche Funktionen auf einem einzigen Prozessor zusammenzuführen, ohne Abstriche bei funktionaler Sicherheit oder Cybersecurity. Durch diese Konsolidierung sollen sich Anzahl der Steuergeräte, der Verkabelungsaufwand und die Integrationskomplexität deutlich verringern, was langfristig auch die Gesamtbetriebskosten senkt. Dass der Ansatz bereits praxisnah umgesetzt wird, zeigt die Zusammenarbeit mit Bosch, das den S32N7 als zentrale Komponente seiner Vehicle Integration Platform einsetzt, um neue Fahrzeugfunktionen schneller und domänenübergreifend zu integrieren. (oe)

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