LEM: Sensor-IC für Präzisionsmessungen bis 200 A

Blockschaltbild der GXM-Serie © LEM

Die neue GXM-Sensorserie von LEM ist die jüngste Ergänzung der ICS-Produktreihe (Integrated Current Sensors) zur präzisen Messung von Wechsel- und Gleichströmen zwischen 50 und 200 A.

Die Sensoren der Serie verfügen über interne und externe Überstromerkennungsschaltungen, die schnelle, zuverlässige und flexible Schutzlösungen ermöglichen.

Die galvanische Trennung zwischen Primär- und Sekundärseite macht eine zusätzliche Isolierung überflüssig und reduziert somit sowohl den Platzbedarf des Systems als auch die Gesamtkosten.

Als Gehäuse wurde ein standardmäßiges SMD-SOIC-10-Gehäuse mit zwei großen „gesicherten” Anschlüssen für die Messung hoher Ströme gewählt. Die speziell für die Stromumwandlung im Automobilbereich entwickelten GXM-Messwandler zeichnen sich durch große Isolationsabstände für Anwendungen mit 800 V und höheren Spannungen sowie durch neue Anschlussrahmen für Messungen bis zu 200 A aus.

Aufgrund des niedrigen Primärleiterwiderstands von nur 0,27 mΩ (typ.) ist die Verlustleistung sehr gering, entsprechend niedrig ist die abgestrahlte Abwärme.

Fortschrittliche Algorithmen zur Temperaturkompensation gewährleisten eine sehr hohe Genauigkeit über den breiten Betriebstemperaturbereich von bis zu 150 °C.

Die Serie umfasst Varianten, die für unterschiedliche Anwendungsanforderungen optimiert sind – von robuster Strommessung mit hoher Stoßstromfestigkeit (GXM ANC) bis hin zu einer breiten Bandbreite von 1 MHz und ultraschneller Ansprechzeit (GXM AFE). Noch schnellere GXM-Versionen für Anwendungen wie OBCs (On-Board-Ladegeräte) der nächsten Generation, die genaue Strommessungen in Umgebungen mit hohen Schaltfrequenzen erfordern, sind in Planung.

Die Automotive-Varianten (Zusatz Q) der Sensoren der GXM-ANC-Serie unterscheiden sich von den industriellen Varianten (Zusatz A) durch Montage, Endtest und Qualifizierung gemäß AEC-Q100/IATF 16949. Sie verfügen über eine AEC-Q100-Zertifizierung (Grade 0).

LEM wird die Serie noch weiter ausbauen. Einige der kommenden Sensoren sind bereits als Muster verfügbar, werden aber auf der Website des Unternehmens noch nicht aufgeführt. jr)

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