Grenzüberschreitende EU-Initiative für vereinheitlichte Prüfstände zum Test autonomer Fahrzeuge

Am Rande der Tagung des Verkehrsrates in Luxemburg unterzeichneten heute 18 Mitgliedstaaten gemeinsam mit dem für nachhaltigen Verkehr und Tourismus zuständigen Kommissionsmitglied Apostolos Tzitzikostas eine gemeinsame Absichtserklärung zu groß angelegten grenzüberschreitenden Prüfständen für autonome Fahrzeuge.

Die Unterzeichnung ist ein wichtiger Meilenstein im Rahmen des Europäischen Aktionsplans für die Automobilindustrie. Sie spiegelt das gemeinsame Ziel wider, die harmonisierte Einführung autonomer Fahrzeuge in ganz Europa auf sichere, koordinierte und wettbewerbsfähige Weise für die europäische Industrie zu beschleunigen.

Die Initiative wird die grenzüberschreitende Einführung von Anwendungsfällen für autonome Fahrzeuge in Bereichen wie dem öffentlichen Verkehr, dem Güterverkehr und der Logistik unterstützen, indem die Zusammenarbeit in den Bereichen Interoperabilität, Regulierungsansätze und praktische Umsetzung gestärkt wird. Die teilnehmenden Mitgliedstaaten werden gemeinsame Grundsätze für die Genehmigung, koordinierte Genehmigungsverfahren sowie den konkreten Einsatz in ganz Europa erarbeiten.

Die Einführungstätigkeiten werden auf spezifische Anwendungsfälle und operative Erfordernisse ausgerichtet sein und dazu beitragen, groß angelegte Tests und den künftigen grenzüberschreitenden kommerziellen Einsatz zu erleichtern. Ziel der Initiative ist es, mehr Rechtssicherheit für Innovatoren und Investoren zu schaffen und gleichzeitig die Wettbewerbsfähigkeit des europäischen Ökosystems autonomer Fahrzeuge zu stärken.

Die gemeinsame Erklärung wurde von Österreich, Belgien, Kroatien, Zypern, Tschechien, Estland, Finnland, Frankreich, Deutschland, Griechenland, Ungarn, Irland, Italien, Litauen, Luxemburg, den Niederlanden, Polen und Schweden unterzeichnet.

Im Rahmen des Europäischen Aktionsplans für die Automobilindustrie wurde die groß angelegte grenzüberschreitende Prüfstandsinitiative für autonome Fahrzeuge ins Leben gerufen. Ziel ist es, die harmonisierte kommerzielle Vorbereitung autonomer Fahrzeuge in ganz Europa zu unterstützen, indem Mitgliedstaaten, regionale und lokale Behörden, Interessenträger aus der Industrie und Verkehrsunternehmen zusammengebracht werden.

Die Initiative sieht zwei parallele Arbeitsbereiche vor.

Ein Schwerpunkt liegt auf der Entwicklung gemeinsamer Grundsätze und koordinierter Ansätze für Genehmigungs- und Genehmigungsverfahren, ein anderer auf praktischen Einsatztätigkeiten und der Bündelung von Anwendungsfällen, insbesondere im öffentlichen Verkehr, im Güterverkehr und in der Logistik.

Als erste unterstützende Maßnahme sieht das Arbeitsprogramm Connecting Europe Facility (CEF) 2026 20 Mio. EUR für die digitale Infrastruktur für autonomes Fahren im Rahmen der im Juni dieses Jahres zu veröffentlichenden Rückflussaufforderung vor. (jr)

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