Im Rahmen des Forschungsimpulses „Beyond Validation AI“ untersuchen Forschende der Hochschule Ingolstadt (THI) unter der Leitung von Prof. Michael Botsch, wie automatisierte Fahrsysteme besser mit Unsicherheit in KI-basierten Entscheidungsprozessen umgehen können. Dabei geht es darum, Unsicherheiten in KI-Systemen entlang der gesamten Verarbeitungskette systematisch zu beschreiben, zu bewerten und zu reduzieren. Dies umfasst die Wahrnehmung des Fahrzeugumfelds, die Vorhersage von Verkehrssituationen, die Manöverplanung und die Absicherung.
Im Fokus stehen dabei konkrete Fragen: Wie erkennt ein KI-Modell ungewöhnliche Verkehrssituationen? Wie lassen sich Unsicherheiten in Wahrnehmung und Vorhersage besser berücksichtigen? Und wie entstehen daraus verlässliche Entscheidungen für kritische Fahrsituationen?
Für das Projekt bündelt die THI ihre Kompetenzen aus den Bereichen KI, Fahrzeugsicherheit, Mensch-Maschine-Interaktion und Kommunikationstechnik. Elf Professuren sind beteiligt. Hinzu kommt die leistungsfähige Infrastruktur des Fahrzeugsicherheitszentrums CARISSMA und des KI-Mobilitätsknotens AImotion Bavaria mit Laboreinrichtungen und Testfeldern.
Das Projekt läuft seit Januar 2026 und ist zunächst auf fünf Jahre angelegt, mit Verlängerungsoption. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) fördert das Vorhaben mit 6,1 Millionen Euro inklusive Projektpauschale. (jr)
