Safe Open Vehicle Core: Einheitlicher Core Software Stack für die Automobilbranche

Vorläufige Roadmap des Projekts (© Score)

Im Eclipse Safe Open Vehicle Core Projekt wird derzeit ein offener Core Stack für Software Defined Vehicles (SDVs) entwickelt der speziell für eingebettete Hochleistungs-Steuergeräte konzipiert ist. Da moderne ECUs oft mehrere Prozessoren integrieren, legt das Projekt besonderen Wert auf Interoperabilität zwischen diesen Recheneinheiten.

Ein zentrales Ziel ist die Entwicklung einer modularen, erweiterbaren Architektur, die eine einfache Integration und Anpassung an unterschiedliche Automobilanwendungen ermöglicht. Dies gewährleistet sowohl Flexibilität als auch Skalierbarkeit. Gleichzeitig wird eine End-to-End-Optimierung des gesamten Stacks angestrebt, um maximale Effizienz und Leistung sicherzustellen.

Das Projekt wird von Unternehmen wie Accenture, BMW, Mercedes, ETAS, ESR Labs, Qorix und Bosch unterstützt und soll den nicht-differenzierenden Kern eines Software-Stacks für HPC-Steuergeräte in SDVs bilden. Die Vision ist eine gemeinsame Software-Laufzeitumgebung, die branchentypische Herausforderungen löst und durch eine einheitliche Plattform Mehrfachentwicklungen vermeidet.

Die bereitgestellten Werkzeuge stammen entweder aus bestehenden Open-Source-Projekten oder wurden im Rahmen des SCORE-Projekts entwickelt. Die Softwareentwicklung erfolgt sowohl in C++ als auch in Rust. Während C++ für bestehende, aus dem SCORE-Projekt übernommene Module genutzt wird, setzt das Projekt für neue Funktionen bevorzugt auf Rust. Die Programmiersprache gilt als besonders geeignet für eine ISO 26262:2018-konforme Entwicklung, da sie eine höhere Sicherheit und Speicherverwaltungseffizienz bietet. (oe)

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