Mithilfe der gemeinsam von Microchip Technology und Marelli entwickelten Kommunikationslösung können Grafik- und Videoinhalte, die vom Bordcomputer eines Fahrzeugs erzeugt wurden, direkt auf Fahrzeugdisplays gestreamt werden. Die zugrunde liegende Technik nutzt ASA Motion Link (ASA-ML), einen offenen Standard für die Videoanbindung im Fahrzeugbereich. Mithilfe des Demonstrators wollen die Partner Fahrzeugherstellern zeigen, wie sie Display-Architekturen vereinfachen, Systemkosten optimieren und die Flexibilität bei der Beschaffung erhöhen können. Gleichzeitig wird der Übergang zu softwaredefinierten Fahrzeugen (SDV) unterstützt.
Im Demonstrator ist ein ASA-ML-Chipsatz VS7000 von Microchip für die Verarbeitung der vom Zentralrechner erzeugten Grafik- und Videoinhalte und deren Übertragung über eine standardisierte Hochgeschwindigkeitsverbindung verantwortlich.
Marelli hat die Konfiguration und Optimierung des ASA-ML-Deserializers beigesteuert, wodurch standardisierte Videostreams direkt auf der Displayseite dekodiert werden können. Dies gewährleistet den präzisen Empfang, die Synchronisation und Bereitstellung zentral generierter Inhalte, darunter Kamerabilder, Navigationskarten, Infotainment-Grafiken und Fahrzeugsteuerungsschnittstellen. Dadurch vereinfacht sich die Elektronikarchitektur auf der Displayseite.
Die wesentlichen Leistungsmerkmale des Demonstrators sind:
- Offene Interoperabilität ermöglicht eine nahtlose Anbindung zwischen Cockpit-Systemen und Displays verschiedener Technologieanbieter.
- Mehr Flexibilität für Zulieferer durch offene Protokollspezifikationen, die im gesamten Automobilmarkt unterstützt werden.
- Integrierte Sicherheit durch Authentifizierung auf Verbindungsebene und Verschlüsselung innerhalb des Kommunikationskanals.
- Robuste Datenübertragung mit verlustfreier Kommunikation und hoher Störfestigkeit gegenüber elektromagnetischen Störungen.
- Skalierbare Leistungsfähigkeit mit Datenraten bis 16 Gbit/s für verschiedenste Display-Anforderungen.
- Optimierte Effizienz durch integrierte Time-Division-Duplex-/TDD-Funktion und vereinfachte Vorwärtsfehlerkorrektur (FEC) für geringeren Stromverbrauch
- Wegbereiter für zunehmend Ethernet-zentrierte Fahrzeugarchitekturen.
Die Zusammenarbeit zeigt, wie offene Datenanbindungsstandards die Fahrzeugvernetzung und -elektronik stärken, indem sie eine sichere Kommunikation zwischen zentralen Rechensystemen und Displays ermöglichen. Zugleich bekräftigt sie Marellis Engagement für offene Standards, um die Entwicklung zu vereinfachen, die Systemkosten zu optimieren und ein offeneres Ökosystem im Fahrzeugbau zu fördern. (jr)
