Bosch: Mobility-Bereich legt 2025 um 0,1 Prozent zu

Umsatz der Bosch-Gruppe nach Unternehmensbereichen im Geschäftsjahr 2025 (ohne „Sonstiges“) © Bosch

Trotz erheblicher Herausforderungen konnte die Bosch Gruppe im abgelaufenen Geschäftsjahr 2025 mit 91,0 Milliarden Euro einen leichten Umsatzanstieg gegenüber dem Vorjahr (2024: 90,3 Milliarden Euro) verzeichnen. Wechselkursbereinigt ergab sich ein Anstieg von 4,1 %. Die operative EBIT-Rendite von zwei Prozent lag unter dem Vorjahreswert (2024: 3,5 %). Der Unternehmensbereich Mobility erreichte mit 55,8 Milliarden Euro ein Umsatzplus von 0,1 %. Wechselkursbereinigt entspricht dies einem Anstieg von 2,9 %.

Während der Umsatz in Europa leicht rückläufig war, verzeichnete Bosch in den anderen Weltregionen leichte Zuwächse. In Europa lag der Umsatz der Gruppe mit 44,2 Milliarden Euro 0,6 % unter dem Vorjahr – wechselkursbereinigt stieg er um 1,5 %. In Amerika erhöhte sich der Umsatz um 3,8 % auf 18,5 Milliarden Euro, wechselkursbereinigt waren es 9,3 %. In der Region Asien-Pazifik stiegen die Erlöse um 0,7 % auf 28,3 Milliarden Euro. Die Wachstumsrate betrug hier 5,0 %.

Ausgaben für Forschung und Entwicklung beliefen sich auf 7,9 Milliarden Euro (F&E Quote 2025: 8,7 %; 2024: 8,6 %). Laut einem Sprecher ist Bosch bereit, auch in schwierigen Zeiten hohe finanzielle Vorleistungen zu erbringen. So habe das Unternehmen im Jahr 2025 erhebliche Vorleistungen, etwa in den Bereichen Elektromobilität, Halbleiter und moderne Bremsregelanlagen, erbracht.

Mit dem Abschluss der Gespräche mit den Arbeitnehmervertretern über den erforderlichen Stellenabbau an allen betroffenen deutschen Mobility-Standorten will Bosch die beschlossenen Maßnahmen nun so schnell und konsequent wie nötig umsetzen. In der Automobilbranche setzt China derzeit die Standards beim Preisniveau. Den Ausbau der Innovationsführerschaft sieht der Bosch-Chef daher als zentralen Erfolgsfaktor, um das Geschäft insbesondere im Automobilmarkt auszubauen und die Strategie 2030 umzusetzen. Demnach will Bosch zu den drei führenden Anbietern in seinen wesentlichen Märkten gehören. „Im internationalen Wettbewerb geht es nicht nur um Kosten, sondern vor allem auch um Differenzierung“, verdeutlichte Stefan Hartung, Vorsitzender der Geschäftsführung der Robert Bosch GmbH, anlässlich der Bilanzvorlagemit Blick auf die globale Aufstellung von Bosch, die er als Wettbewerbsvorteil sieht. „Wir können Angebote und Lieferketten an regionale Gegebenheiten anpassen und liefern zugleich Weltniveau.“

Nach Einschätzung von Bosch setzt sich die schwache konjunkturelle Entwicklung des Jahres 2025 im laufenden Geschäftsjahr fort. Dennoch konnte Bosch im ersten Quartal den Umsatz nahezu auf Vorjahresniveau halten und ihn wechselkursbereinigt um rund fünf % steigern. Für die Weltwirtschaft prognostiziert Bosch nur ein moderates Wachstum auf dem Niveau der Vorjahre.

Bis 2030 erwartet Bosch für den Markt mit Automobilsoftware ein Volumen von rund 200 Milliarden Euro. Bosch-Chef Hartung sieht in der softwaredefinierten Mobilität damit große Wachstumschancen.

Zusammen mit Sensortechnologien und zentralen Fahrzeugrechnern hat sich Bosch im Jahr 2025 Aufträge im Wert von zehn Milliarden Euro gesichert. Für das Jahr 2026 kündigt das Unternehmen die Auslieferung von mehr als sieben Millionen Lösungen und Komponenten für das elektrische Fahren an. (jr)

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