Mit der Version 2026 seiner Testautomatisierungsplattform für Embedded Software VectorCAST führt Vector Informatik den KI-gestützten Testgenerator Reqs2x erstmals ein. Mit diesem lassen sich Unit-Tests direkt und automatisiert aus Softwareanforderungen erzeugen. Unternehmen können damit die Rückverfolgbarkeit verbessern und Zertifizierung sowie Qualitätssicherung in sicherheitskritischen Systemen effizienter gestalten.
Durch die Kombination aus intelligenter Codeanalyse und KI schließt Reqs2x die Lücke zwischen Anforderungen und Implementierung. So wird sichergestellt, dass jede Funktion umfassend getestet und rückverfolgbar ist. Die zentralen Funktionen von Reqs2x sind:
- Automatische Anforderungszuordnung: Reqs2x ordnet Anforderungen automatisch den entsprechenden Funktionen zu und beschleunigt so die Testgenerierung. Anforderungen können über das Requirements Gateway aus gängigen Management-Tools wie DOORS, Polarion oder CSV-Dateien importiert werden.
- KI-gestützte Testgenerierung: Mithilfe von Programm-Slicing und Large Language Models (LLMs) generiert VectorCAST ausführbare Testfälle, die auf die Anforderungsspezifikationen abgestimmt sind. Dadurch wird der manuelle Aufwand reduziert, ohne die Rückverfolgbarkeit zu beeinträchtigen.
- Human-in-the-Loop-Überprüfung: Die generierten Zuordnungen und Testfälle sind gezielt für die Überprüfung durch Benutzer ausgelegt und gewährleisten die Einhaltung von Sicherheits- und Qualitätsstandards.
Um den Anforderungen von Unternehmen in Bezug auf Governance und Datenschutz gerecht zu werden, ermöglicht VectorCAST 2026 Anwendern die Auswahl eigener, bevorzugter KI-Modelle. Dieser Bring-Your-Own-Model-Ansatz (BYOM) unterstützt lokale, Cloud- und hybride Infrastrukturen und gibt Unternehmen die volle Kontrolle über Datenschutz, Compliance und Kosten. Vector stellt dafür einfache Konnektoren zur Konfiguration bereit, während die Kunden ihre eigene KI-Infrastruktur betreiben und verwalten.
Die KI-Strategie von Vector basiert auf modularen, aufgabenspezifischen Micro Agents, die für klar definierte Anwendungsfälle in kontrollierten Kontexten entwickelt wurden. Dieser Ansatz ermöglicht vorhersehbares Verhalten, erleichtert die Validierung und unterstützt die Ausrichtung an Industriestandards wie MISRA C:2025, ISO/IEC-KI-Frameworks sowie dem EU-KI-Gesetz (AI Act). KI-generierte Ergebnisse unterliegen daher denselben Verifizierungs- und Qualitätskontrollen wie von Menschen geschriebener Code.
Als Teil des umfassenden Vector-Software-Ökosystems lässt sich VectorCAST 2026 in automatisierte Quality-Monitoring-Pipelines integrieren. Dadurch können die Ergebnisse der Testautomatisierung durch erweiterte Analysen und Berichte ergänzt werden. (jr)
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