NXP stellt Imaging-Radar-Transceiver mit bis zu 576 Antennenkanälen vor

Automotive Radar-Transceiver TEF8388 der dritten Generation. (© NXP Semiconductors)

NXP Semiconductors hat einen neuen Automotive-Radar-Transceiver vorgestellt. Der Baustein mit der Bezeichnung TEF8388 gehört zur dritten Generation der Radar-Frontends des Unternehmens. Er integriert acht Sende- und acht Empfangskanäle (8T8R) auf einem Chip und ist für den Einsatz in hochauflösenden Imaging-Radarsystemen ausgelegt.

Laut NXP lassen sich mit dem Transceiver Radarsensoren mit bis zu 576 Antennenkanälen realisieren. Ziel ist es, die Anforderungen moderner Fahrerassistenzsysteme und automatisierter Fahrfunktionen bis hin zu Level 4 abzudecken. Der TEF8388 ist Teil eines umfassenderen Radar-Portfolios und kann mit Prozessoren der S32R4-Serie kombiniert werden. Daraus ergibt sich eine skalierbare Systemarchitektur, die unterschiedliche Leistungs- und Kostenanforderungen adressieren soll. Anwendungen reichen von einfacheren Konfigurationen bis hin zu komplexeren Radaraufbauten mit deutlich mehr Sende- und Empfangskanälen.

Technisch setzt NXP auf eine hohe Integration: Trotz der acht Sende- und Empfangskanäle soll der Energieverbrauch auf dem Niveau deutlich weniger komplexer Lösungen liegen. Anpassungen im Chipdesign, etwa bei Pin-Belegung und Signalführung, zielen zudem auf eine verbesserte Signalqualität und geringere Systemkosten ab.

Ein erster industrieller Einsatz ist bereits geplant. Der Zulieferer FORVIA HELLA nutzt den Transceiver für eine neue Generation von Radarsensoren. Ein erstes Serienprojekt eines großen Automobilherstellers auf Basis des TEF8388 und eines passenden Radarprozessors soll Mitte 2028 anlaufen. (oe)

Weitere Informationen