Bis 2026 will Xpeng drei von Beginn an als fahrerloses System konzipierte Robotaxi-Modelle auf den chinesischen Markt bringen und gleichzeitig den Pilotbetrieb aufnehmen. Gemeinsam mit dem zum Alibaba-Konzern gehörenden Partner Amap plant Xpeng, Robotaxi-Dienste weltweit zu etablieren.
Bei dem Robotaxi handelt es sich laut Unternehmensangaben um Chinas erstes selbstentwickeltes Full-Stack-Modell. Es nutzt vier Turing-KI-Chips mit einer Rechenleistung von bis zu 3.000 TOPS, das von Xpeng entwickelte KI-Modell VLA 2.0 sowie ein Vision-Language-Modell (VLM).
VLA 2.0 ist ein großskaliges KI-Modell, das es KI-Systemen ermöglicht, die physische Welt zu „verstehen“, Vorhersagen zu treffen und eigenständig zu handeln. Mit dem Ansatz „Vision-Implicit Token-Action“ eliminiert das KI-Modell den Umweg über sprachbasierte Übersetzungen. Stattdessen generiert es direkt aus visuellen Signalen konkrete Aktionsbefehle. Laut Herstellerangaben stellt dies einen Durchbruch für die Echtzeitsteuerung physischer Systeme dar.
VLA 2.0 ist nicht nur aktionsgenerativ, sondern auch lernfähig und erfasst physikalische Gesetzmäßigkeiten selbstständig. Xpeng plant, es domänenübergreifend in autonomen Fahrzeugen, humanoiden Robotern und Fluggeräten einzusetzen. Das Trainingsvolumen umfasst nahezu 100 Millionen reale Fahrszenen-Clips, was der Erfahrung eines menschlichen Fahrers von über 65.000 Jahren entspricht.
Der Roll-out von VLA 2.0 für die Xpeng-Ultra-Modelle ist für das erste Quartal 2026 vorgesehen. Zudem wurde Volkswagen als erster externer Kunde von VLA 2.0 bestätigt. (jr)
