PLS: Neue Version des Debuggers UDE

UDE 2026 bietet u.a. neue Funktionen zur Ermittlung der CPU-Auslastung, zur Visualisierung des Laufzeitverhaltens und einen Python-Skipt Debugger. Zu den zusätzlich unterstützten MCUs gehören ARM-Cortex-MUCs wie S32K5, MSPM0 und MSPM33 sowie der RISC-V-IC AndesStar V5 © PLS

Die Version 2026 der UDE-Engine von PLS zum Debuggen, Tracen und Testen von Embedded-Software auf Mikrocontrollern und Embedded-Prozessoren wartet mit einer ganzen Reihe neuer Funktionen auf.

Unter anderem wurde die Funktion zur Ermittlung der CPU-Auslastung von RTOS- und AUTOSAR-basierten Anwendungen erweitert. Die Daten für die Berechnung können ab sofort nicht nur durch das Trace-System des jeweiligen Mikrocontrollers, sondern alternativ auch durch Abtastung über das Debug-Interface ermittelt werden. Diese Methode ist statistisch zwar etwas ungenauer, hat aber den großen Vorteil, dass sich die CPU-Auslastung auch für MCUs ohne Trace-Unterstützung ermitteln lässt.

Eine noch detailliertere Visualisierung des Laufzeitverhaltens von AUTOSAR-Applikationen ermöglichen zusätzliche Betriebssystem-Hooks, die in den AUTOSAR Runtime Interfaces (ARTI) definiert sind. UDE nutzt diese, um neben Tasks und Interrupts nun auch Service-Calls und Spinlocks im Execution-Sequence-Diagramm darzustellen.

Um die Entwicklung von Python-Skripten für die Debug- und Testautomatisierung zu erleichtern, bietet die neue Version innerhalb der integrierten Python-Konsole künftig einen eigenen Script-Debugger. Dieser erlaubt Breakpoints und Single-Stepping im Python-Code sowie die Anzeige von Python-Variablen über ein eigenes Watch-Fenster. Zudem erfolgten bei der UDE 2026 spezielle Erweiterungen und Anpassungen für einzelne MCU-Familien und Bausteine, beispielsweise den Infineon AURIX TC4Dx. So wurde für die Laufzeitbeobachtung von virtualisierten Applikationen beispielsweise die Trace-Unterstützung erweitert, sodass nun auch die vom Hardware-Hypervisor des TC4x verwalteten Virtual Machines in den Trace-Aufzeichnungen sichtbar werden. Außerdem unterstützt die UDE 2026 nun auch die Trace-Funktionen im Produktionsgerät, sodass auch im Feld unter Einsatz der Standard-MCUs Traces aufgezeichnet werden können.

Die Release bietet für die AURIX-TC3xx-basierten TTControl-Steuergeräte der Serien TTC-2300 und TTC-2030 darüber hinaus vorbereitete Target-Konfigurationen. Diese stellen Anwendern dieser ECUs eine sofort einsatzbereite Debug-Umgebung bereit, ohne dass die ECU-spezifischen Konfigurationen zuvor durch den jeweiligen Entwickler vorgenommen werden müssen.

Parallel dazu wurde das Portfolio der unterstützten High-End-Mikrocontroller und Embedded-Prozessoren nochmals erweitert. Einen Schwerpunkt bilden dabei Controller, die auf Arm-Cortex-Kernen basieren, wie beispielsweise die S32K5-Automotive-MCUs von NXP, die STM32H5-MCU von STMicroelectronics, die Microcontroller MSPM0 und MSPM33 von Texas Instruments, die neueste MCU-Generation der Infineon-MOTIX-Familie sowie die Multi-Core Automotive MCUs der THA6-Gen2-Serie von Tongxin Micro. Für die RISC-V-Architektur hat PLS die Unterstützung der 32-Bit-AndesStar-V5-Architektur von Andes implementiert.

Die breite Markteinführung der UDE 2026, die auf der Embedded World 2026 zu sehen sein wird, ist für Anfang Mai 2026 geplant.  (jr)

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