Forvia Hella hat zwei große Serienaufträge für hochintegrierte EnergyCore-Lösungen erhalten. Dies umfasst das unternehmensweit erste 3-in-1-Hochvolt-Batteriemanagementsystem sowie ein 48-Volt-PowerPack.
In diesem Rahmen werden zwei verschiedene internationale Automobilhersteller im amerikanischen und europäischen Raum beliefert. Das Auftragsvolumen der beiden Kunden liegt im mittleren dreistelligen Millionen-Euro-Bereich. Der Serienstart erfolgt im Dezember 2027 bzw. im Frühjahr 2028.
Zuvor war Forvia Hella auch für die Entwicklung und Fertigung eines 12-Volt-Lithium-Ionen-Batteriepacks in China nominiert worden.
Damit setzt das Unternehmen sein Ziel um, sich verstärkt als Anbieter integrierter Systemlösungen zu positionieren.
Das 3-in-1-Batteriemanagementsystem vereint eine Batteriemanagementeinheit (BMU), eine Cell Measurement Unit (CMU) und eine Battery Junction Box (BJB) in einer einzigen Einheit. Dadurch ist eine direkte Steuerung des Hochvoltstromflusses zwischen Batterie und Fahrzeug möglich, was zu schnelleren Systemreaktionen und einer verbesserten funktionalen Sicherheit führt. Durch eine optimierte Zellüberwachung wird die Anzahl der erforderlichen CMUs reduziert. Dadurch verringert sich wiederum die Zahl der benötigten Komponenten, der Verkabelungsaufwand, der Bauraumbedarf, das Gewicht sowie die Systemkosten. Forvia hat das 3-in-1-Batteriemanagementsystem zunächst für die spezifischen Anforderungen größerer Vollhybrid-Fahrzeuge konzipiert. Dank seiner skalierbaren Architektur lässt es sich jedoch flexibel an unterschiedliche OEM-Anforderungen, Batteriepackdesigns und Anwendungen wie BEVs anpassen.
Das 48-Volt-PowerPack vereint einen Niedervolt-DC/DC-Spannungswandler sowie ein Niedervolt-Batteriemanagementsystem in einer integrierten Lösung. Es kommt in Hybridfahrzeugen zum Einsatz, wo es zusätzlich zur 12-Volt-Batterie verbaut wird und wesentliche Funktionalitäten wie die Energierückgewinnung (Rekuperation) und das Fahren mit abgeschaltetem Verbrennungsmotor (Segeln) übernimmt. Ein wesentlicher Schwerpunkt der Serienentwicklung lag auf der Erfüllung der hohen funktionalen Sicherheitsanforderungen zukünftiger Premium-Fahrzeugplattformen. (jr)
