Diodes: Mehrphasen-SPI-Boost-Controller

Der AL8859Q ist ein zweiphasiger SPI-Boost-Controller. Er dient als Primärstufe in Stromversorgungsanwendungen, beispielsweise in adaptiven LED-Beleuchtungssystemen, die Fernlicht, Abblendlicht, Tagfahrlicht (DRL), Blinker, Nebelscheinwerfer und statisches Kurvenlicht kombinieren. © Diodes Inc.

Der mehrphasige SPI-Boost-Controller AL8859Q von Diodes Inc. erfüllt die Anforderungen an Leistungsdichte, Effizienz, elektromagnetische Verträglichkeit (EMV) und funktionale Sicherheit moderner Scheinwerfersteuergeräte. Das Bauteil dient als primäre Konstantspannungs-Vorstufe für adaptive Frontbeleuchtungssysteme, die Fernlicht, Abblendlicht, Tagfahrlicht (DRL), Blinker, Nebelscheinwerfer und Kurvenlicht in einem integrierten Beleuchtungsmodul vereinen. Der AL8859Q eignet sich auch für weitere Stromversorgungssysteme in Automobilanwendungen.

Der Controller integriert eine mehrphasige Boost-Architektur im Strommodus mit einem breiten Eingangsspannungsbereich von 4,5 V bis 60 V und ermöglicht so den Betrieb an Standard-Versorgungsspannungen von 5 V, 12 V, 24 V und 48 V. Programmierbare Register verbessern zudem die Toleranz der Ausgangsspannung bei Lastabwurf und transienten Zuständen. Ein einzelnes Bauteil unterstützt zwei Phasen; für drei oder vier Phasen sind Synchronisierungsbauteile erforderlich. Dadurch eignet er sich für Ausgangsleistungen von 100 W bis 400 W mit einer ausgewogenen Wärmeverteilung, geringem Restwelligkeitsstrom und einem Systemwirkungsgrad von ca. 95 %.

Über digitale SPI-Schnittstelle wird die Registerzuordnung zur Steuerung von Ausgangsspannung, Schaltfrequenz, Stromgrenzen und Schutzschwellen programmiert. Diese Softwareprogrammierung, Flexibilität und Rekonfigurierbarkeit ermöglichen die Anpassung einer einzigen Hardwareplattform an verschiedene Fahrzeuganwendungen. Der integrierte, einmalig programmierbare Speicher (OTP) ermöglicht die Konfiguration in der Produktionslinie sowie einen ausfallsicheren bzw. Standalone-Betrieb.

Der Controller verfügt über umfassende Diagnosefunktionen. Er nutzt Spread-Spectrum-Frequenzmodulation, um die Einhaltung der EMV-Anforderungen gemäß CISPR 25 Klasse 5 zu vereinfachen. Das Bauteil zeichnet sich durch eine Spannungsgenauigkeit von ±0,5 % bei 50 V (typ.) aus und gewährleistet so eine stabile Versorgung nachgeschalteter LED-Treiber mit hoher Stromgenauigkeit.

Das Bauteil ist in einem kompakten, benetzbaren Flankengehäuse V-QFN4040-24/SWP mit Abmessungen von 4 x 4 mm² untergebracht. (jr)

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