AMD arbeitet mit Microsoft und Siemens zusammen, um die frühe Softwareentwicklung für softwaredefinierte Fahrzeuge gezielt zu unterstützen. Ziel der Kooperation ist es, Entwicklungs- und Validierungsprozesse zeitlich nach vorne zu verlagern, damit Automobilhersteller und Zulieferer Software bereits in sehr frühen Phasen testen und absichern können.
Kern der Zusammenarbeit ist die Bereitstellung von AMDs Virtualized Automotive Stack auf der Cloud-Plattform Microsoft Azure. Die Lösung steht auf Azure über virtuelle Maschinen mit AMD EPYC Prozessoren und Radeon PRO V710 GPUs weltweit zur Verfügung und schafft die technische Grundlage für cloudbasierte Simulationen und digitale Zwillinge. Damit lassen sich Fahrzeugfunktionen unabhängig von realer Hardware entwickeln und validieren.
Ein zentraler technischer Baustein ist die erstmals auf Azure GPU-Instanzen verfügbare verschachtelte Virtualisierung. Dabei läuft der Xen-Hypervisor innerhalb von Microsoft Hyper-V und ermöglicht es, unterschiedliche Softwaredomänen mit verschiedenen Sicherheitsanforderungen parallel zu simulieren. So können sicherheitskritische Funktionen, Infotainment und Kombiinstrumente gemeinsam auf zentralen, virtuellen SoCs getestet werden, ohne sich gegenseitig zu beeinflussen.
Ergänzt wird die Plattform durch die Integration der Siemens-Umgebung PAVE360. Diese digitale Zwillingslösung nutzt die Rechen- und Grafikressourcen von AMD, um systemweite Simulationen und frühe Funktionsvalidierungen zu ermöglichen. Entwickler können damit komplexe Fahrzeugarchitekturen realitätsnah abbilden und Wechselwirkungen zwischen Software, Elektronik und Systemverhalten bereits vor dem Aufbau physischer Prototypen analysieren. (oe)
