Stellantis integriert Festkörperbatterien in Erprobungsfahrzeug

Die validierten 77Ah FEST-Zellen von Factorial zeigten eine Energiedichte von 375 Wh/kg mit mehr als 600 Zyklen auf dem Weg zur Zulassung für den Einsatz im Auto. (© Stellantis)

Stellantis und das US-Unternehmen Factorial haben erstmals Festkörperbatteriezellen in ein Fahrzeug integriert. Die Batterien kommen in einem Entwicklungsfahrzeug auf Basis des Dodge Charger Daytona zum Einsatz, das nun in ein umfassendes Erprobungsprogramm auf öffentlichen Straßen geht. Im Fokus der Tests stehen die Leistungsfähigkeit, Sicherheit und Zuverlässigkeit der Festkörperbatterietechnologie im Fahrzeugbetrieb.

Bereits 2025 hatten Stellantis und Factorial technische Kennwerte der FEST-Zellen veröffentlicht. Demnach erreichen die Batterien eine Energiedichte von 375 Wh/kg und ermöglichen eine Schnellladung von 15 auf 90 Prozent Ladezustand innerhalb von 18 Minuten. Zudem wurden Funktionstests in einem Temperaturbereich von -30 °C bis +45 °C durchgeführt.

Für die Integration in das Entwicklungsfahrzeug entwickelten die Ingenieurteams beider Unternehmen eine neue mechanische Architektur für das Batteriesystem. Darüber hinaus wurden das Batteriemanagement, die Steuerungssoftware sowie das Pack-Design an die Anforderungen der Festkörperzellen angepasst. Ziel war es, die Leistungsfähigkeit der Batterietechnologie mit den Sicherheits- und Haltbarkeitsanforderungen der Automobilindustrie zu verbinden.

Im nächsten Schritt soll das nun gestartete Test- und Kalibrierungsprogramm Erkenntnisse über das Verhalten der Batterie im Fahr- und Ladebetrieb liefern. Die Ergebnisse sollen zur weiteren Optimierung der Systemauslegung sowie zur Vorbereitung einer möglichen Serienanwendung beitragen. (oe)

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