aiMotive: Neue KI-Prozessor-IP für automatisiertes Fahren

aiWare5 erreicht eine Rechenleistung von bis zu 256 TOPS pro Kern bei 2 GHz. Die Architektur ist skalierbar von 1 TOPS bis über 1000 TOPS durch die Kombination mehrerer Kerne. Pro Kern stehen bis zu 65.536 MAC-Operationen pro Taktzyklus zur Verfügung, mit interner Genauigkeit in BF16 oder INT32. (© aiMotive)

aiMotive hat mit aiWare5 eine neue Generation seiner KI-Prozessor-IP (NPU) für Fahrzeuge vorgestellt. Die Lösung ist für Assistenzsysteme und automatisiertes Fahren von Level L2+ bis L4 ausgelegt und kann ab sofort lizenziert werden. Im Vergleich zur Vorgängerversion aiWare4 ist aiWare5 stärker auf zukünftige KI-Workloads ausgelegt. Dazu gehören unter anderem neue Modelltypen wie Vision Transformer oder große Sprachmodelle. Gleichzeitig wurde die Rechenleistung erhöht, ohne den Fokus auf Energieeffizienz im Fahrzeug zu verlieren.

Technisch unterstützt die Plattform unter anderem eine flexible FP8-Datenverarbeitung, die die Ausführung von KI-Modellen effizienter macht. Ergänzend steht eine erweiterte Entwicklungsumgebung zur Verfügung, mit der sich KI-Modelle bereits vor der Hardware-Implementierung simulieren und optimieren lassen. Ein zentraler Bestandteil ist ein Emulator, der eine detaillierte Software-Simulation der späteren Hardware ermöglicht. Damit können Entwicklungs- und Testprozesse deutlich früher beginnen, was die Entwicklungszeit verkürzt und Risiken reduziert.

aiWare5 ist nach ISO 26262 für funktionale Sicherheit (ASIL B) zertifiziert und wurde speziell für den Einsatz in sicherheitskritischen Fahrzeugfunktionen entwickelt.

Die Plattform richtet sich an Fahrzeughersteller und Zulieferer, die KI-Beschleuniger in zukünftige Steuergeräte, zentrale Rechner oder Chiplet-Architekturen integrieren wollen. (oe)

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