Analog Devices: Automotive Audio Bus 2.0 geht in Serie

A2B 2.0 unterstützt erweiterte Audiofunktionen wie AVAS (acoustic vehicle alerting system), RNC (road noise cancellation)und persönliche Klangzonen (PSZ) und trägt gleichzeitig durch Remote-Tuner-Module zur Reduzierung des Verkabelungsaufwands bei. (© Analog Devices)

Analog Devices hat die zweite Generation seines Automotive Audio Bus (A²B) in die Serienproduktion überführt. Die neue Plattform A²B 2.0, umgesetzt in der ADAA245x-Serie, richtet sich an Fahrzeughersteller und Zulieferer, die Audio- und Kommunikationssysteme in modernen Fahrzeugarchitekturen weiterentwickeln.

Die A²B-Technologie ist seit rund einem Jahrzehnt im Einsatz und dient der Übertragung von Audiosignalen und Steuerdaten innerhalb des Fahrzeugs und kommt unter anderem in Anwendungen wie Geräuschunterdrückung oder Kommunikationssystemen im Innenraum zum Einsatz. Charakteristisch ist eine Daisy-Chain-Topologie mit einer zentralen Hauptleitung und mehreren untergeordneten Knoten, wodurch sich der Verkabelungsaufwand im Vergleich zu konventionellen Lösungen deutlich reduzieren lässt.

Mit A²B 2.0 wird die verfügbare Bandbreite im Vergleich zur ersten Generation vervierfacht und erreicht bis zu 98,3 Mbit/s im Vollduplexbetrieb. Gleichzeitig bleibt die deterministische, niedrige Latenz von rund 62 Mikrosekunden erhalten, die für zeitkritische Anwendungen im Fahrzeug erforderlich ist. Die Architektur wurde so ausgelegt, dass sie weiterhin ohne zusätzlichen Software-Overhead auskommt.

Ein weiterer Aspekt ist die Anbindung an Ethernet-basierte Strukturen über eine Schnittstelle nach dem Open-Alliance-SPI-Standard (OASPI). Damit lässt sich die Audioübertragung in übergeordnete Kommunikationsarchitekturen einbinden, wie sie im Kontext softwaredefinierter Fahrzeuge zunehmend eingesetzt werden.

Darüber hinaus bleibt die neue Generation kompatibel zu bestehender Verkabelung und Steckverbindern der A²B-1.0-Implementierungen. Dies ermöglicht eine schrittweise Migration ohne grundlegende Änderungen an der physischen Infrastruktur. Auch bestehende Module können weiterhin genutzt werden, da sich neue Komponenten in vorhandene Netzwerke integrieren lassen. (oe)

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