Synopsys: Entwicklungsumgebung für SDVs und physische KI-Systeme

Die Plattform eDT soll die Erstellung, Validierung und Nutzung von digitalen Zwillingen der Fahrzeugelektronik von Chip- bis zur Systemebene erleichtern und beschleunigen. © Synopsys

Die eDT-Plattform (Electronics Digital Twin) von Synopsys ist eine offene Lösung, mit der sich digitale elektronische Zwillinge, die das Verhalten von Elektronik widerspiegeln, schneller erstellen, verwalten, bereitstellen und nutzen lassen. Mit eDT verändert Synopsys Entwicklungsprozesse grundlegend und stützt sie auf ein durchgängiges Fundament für digitale Zwillinge. Die Plattform ist zunächst auf hochwertige Anwendungsfälle im Automotive-Bereich ausgerichtet, sodass OEMs laut Hersteller bis zu 90 Prozent der Software bereits vor der Verfügbarkeit von Hardware validieren können.

Kernelement der Plattform ist die Konfiguration, Bereitstellung, Nutzung und Verwaltung von cloudbasierten „eDT Labs“. Diese kombinieren vorintegrierte Umgebungen mit Synopsys-Technik, Tools aus dem offenen Ökosystem, Modellen, Software und skalierbarer Rechenkapazität.

Damit lassen sich Kundenevaluationen neuer Systems-on-Chip oder Mikrocontroller auf Basis virtueller Prototypen bereits in einer frühen Entwicklungsphase durchführen, Auswahlentscheidungen treffen und mit der Softwareentwicklung beginnen. Der vorintegrierte Tool-Support beschleunigt den Einstieg in die Softwareentwicklung weiter. Die Plattform ermöglicht OEM-Entwicklungsteams zudem eine nahtlose und kollaborative Zusammenarbeit mit Zulieferern und Tool-Anbietern. Durch die Integration in Continuous-Integration/Continuous-Testing-Workflows mit schneller eDT-Provisionierung wird der Validierungsaufwand reduziert und die Softwarequalität verbessert.

Für den Aufbau der eDT-Labs stellt die Plattform Virtualisierungs- und KI-Technik von Synopsys bereit. Diese wird durch fortschrittliche Debug- und Test-Tools, Ökosystem-Integrationen und Blueprints zur schnellen Erstellung und Validierung von digitalen Zwillingen ergänzt.

Die Assemblierung und Vernetzung von virtuellen Steuergeräten, Modellen und Softwarekomponenten erfolgt über das Open-Source-Framework SIL Kit von Vector und Synopsys.

Zudem kann ein breites Spektrum vorintegrierter Ökosystem-Partnertechnologien genutzt werden, darunter Modelle von Chips (Siliziummodelle), Simulations-, Debug- und Analyse-Tools sowie Software-IP.

Für die Bereitstellung und Nutzung der eDT-Labs bietet die Plattform zudem:

  • Provisionierung: rollenbasiertes User-Management, sicherer Zugang und Verschlüsselung, administrative Analytics, globale Lizenzbereitstellung sowie ein Workflow-Editor.
  • User-Interfaces, Applikationen und APIs (CLI und Test-APIs) zur Integration in kommerzielle und kundenspezifische Software-Factory-Lösungen.
  • Flexible Compute-Optionen: Mit SaaS- oder BYOC-Deployments (Bring Your Own Cloud) ist eine flexible Nutzung von Cloud-Infrastruktur möglich.

(jr)

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