NeMo.bil-Fahrzeuge: Testfahrten auf öffentlichen Straßen

Die Technische Hochschule Augsburg erhält vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz eine Aufstockung der Fördergelder im Projekt NeMo.bil um weitere rund 1,2 Millionen Euro.

„Wir freuen uns sehr über die zusätzlichen Mittel, denn diese werden es uns ermöglichen, autonome Testfahrten mit Sicherheitsfahrern vorzunehmen. Dies wird im Rahmen einer Erprobungsgenehmigung vom Kraftfahrtbundesamt auf öffentlichen Straßen und damit sozusagen im Reallabor erfolgen. Wir testen dabei, inwiefern Edge-Cases bewältigt werden können, also Szenarien, die unter ungewöhnlichen, oft extremen Bedingungen im öffentlichen Verkehr auftreten,“ erklärte Prof. Dr.-Ing. Carsten Markgraf, wissenschaftlicher Leiter im Bereich Autonome Systeme am TTZ in Landsberg am Lech.

Im bundesweiten Forschungsprojekt NeMo.bil wird ein innovatives, vernetztes Mobilitätssystem für den nachhaltigen Personen- und Gütertransport im ländlichen Raum entwickelt. Kleine, leichte und autonome Elektrofahrzeuge erbringen On-Demand-Mobilitätsdienste und können sich für Konvoi-Fahrten koppeln, um den Individualverkehr mit dem öffentlichen Nahverkehr zu verknüpfen.

Das Projektkonsortium umfasst 20 Partner aus Industrie und Wissenschaft. Der Schwerpunkt der TH Augsburg liegt auf der fahrtechnischen Automatisierung, insbesondere der Entwicklung autonomer Fahrfunktionen sowie des Koppel- und Entkoppelprozesses. Mit der bewilligten Förderung wird die Sicherheit und Zuverlässigkeit der Systeme unter realen Bedingungen mit Sicherheitsfahrern auf öffentlichen Straßen weiter optimiert. Erste Tests fanden bereits im ADAC Testzentrum Mobilität in Penzing statt. (oe)

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