Dendriten gelten als die gefährlichsten Zerstörer von Lithiumbatterien – winzige Metallstrukturen, die Kurzschlüsse verursachen können. Im schlimmsten Fall brennen oder explodieren die Batterien dadurch. Ein Forschungsteam der Technischen Universität München (TUM) hat nun herausgefunden, dass sich solche Strukturen nicht nur an den Elektroden, sondern auch in polymerbasierten Elektrolyten bilden. „Unsere Messungen zeigen: Das Wachstum von Dendriten kann auch direkt im Polymer-Elektrolyten stattfinden – also mitten im Material, das eigentlich vor den Dendriten schützen soll“, erläutert Fabian Apfelbeck, Erstautor der im Fachmagazin Nature Communications erschienenen Studie und Doktorand in der Arbeitsgruppe von Prof. Peter Müller-Buschbaum am Lehrstuhl für Funktionale Materialien der TUM. Diese Erkenntnisse stellen Grundannahmen der Batterieforschung infrage und lenken den Fokus nun stärker auf die Entwicklung neuer, dendritenresistenter Materialien. Das Ziel: sichere und langlebige Festkörperbatterien ohne internes Wachstum kristalliner Störstrukturen. (oe)
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