Dendriten gelten als die gefährlichsten Zerstörer von Lithiumbatterien – winzige Metallstrukturen, die Kurzschlüsse verursachen können. Im schlimmsten Fall brennen oder explodieren die Batterien dadurch. Ein Forschungsteam der Technischen Universität München (TUM) hat nun herausgefunden, dass sich solche Strukturen nicht nur an den Elektroden, sondern auch in polymerbasierten Elektrolyten bilden. „Unsere Messungen zeigen: Das Wachstum von Dendriten kann auch direkt im Polymer-Elektrolyten stattfinden – also mitten im Material, das eigentlich vor den Dendriten schützen soll“, erläutert Fabian Apfelbeck, Erstautor der im Fachmagazin Nature Communications erschienenen Studie und Doktorand in der Arbeitsgruppe von Prof. Peter Müller-Buschbaum am Lehrstuhl für Funktionale Materialien der TUM. Diese Erkenntnisse stellen Grundannahmen der Batterieforschung infrage und lenken den Fokus nun stärker auf die Entwicklung neuer, dendritenresistenter Materialien. Das Ziel: sichere und langlebige Festkörperbatterien ohne internes Wachstum kristalliner Störstrukturen. (oe)
Ähnliche Artikel
Technologie-Radar
Mit KI schneller zu effizienterer Autodesigns
Forschende des MIT und der TUM erstellen Datenbank mit 8.000 Open-Source-Modellen
Technologie-Radar
TUM: Modularer Entwicklungsbaukasten für E-Traktoren
Forschende der TUM erarbeiten im Projekt TUMtrac seit April 2023 einen modularen Entwicklungsbaukasten für vollelektrische Traktore mit Wechselakku.
Branchen-News
TUM: Münchner gewinnen A2RL mit vollständig KI-gesteuertem Rennauto
Geschwindigkeiten bis 250 km/h und erfolgreiche Überholmanöver auf Rennstrecke in Abu Dhabi bringen der TUM den Sieg.
