Nach teils massiver Kritik durch anerkannte Batterieexperten, die bis hin zu Betrugsvorwürfen reicht, reagiert das Start-up Donut Lab mit der Ankündigung, die Ergebnisse einer Überprüfung seiner Festkörperbatterie durch das renommierte finnische Forschungsinstitut VTT in den kommenden Wochen bekannt zu geben.
Die Skepsis der Branche ist nachvollziehbar, schließlich hat Donut Lab für seine auf der CES 2026 vorgestellten Donut Battery Zahlen genannt, die einer Revolution gleichkommen. So soll sie eine Energiedichte von 400 Wh/kg erreichen, in weniger als fünf Minuten von 0 bis 100 % aufladbar sein und eine Lebensdauer von 100.000 Ladezyklen haben. Als ob das nicht schon genug wäre, versprechen die Finnen auch noch, dass die Donut Battery billiger sein soll als aktuelle Lithium-Ionen-Batterien. All diese Behauptungen wurden jedoch bisher nicht durch technische Daten oder gar wissenschaftliche Veröffentlichungen untermauert.
Donut Lab hat die Batterie mittlerweile einem der führenden europäischen Forschungsinstitute vorgelegt. Das Technologieforschungszentrum und finnische Staatsunternehmen VTT hat laut Donut Lab die Leistungskapazität der Batterie mit unterschiedlichen Tests in seinem Forschungslabor gemessen.
Das erste Video der jetzt angekündigten Videoreihe, mit der Donut Lab die Forschungsergebnisse auf den Social-Media-Kanälen des Unternehmens und auf der Website „I Donut Believe“ vorstellen will, ist für Montag, den 23. Februar um 14:00 Uhr geplant. Darüber hinaus will das Unternehmen die vollständigen Prüfberichte auf der Firmenwebsite zugänglich machen. (jr)
Kommentar
In Zeiten der Aufmerksamkeitsökonomie hat Donut Lab bisher alles richtig gemacht: Zunächst wird eine steile Behauptung aufgestellt, die für maximale Aufregung auf allen Kanälen sorgt. So wird maximale Aufmerksamkeit bei Fachleuten und Investoren für die folgenden Ankündigungen/Schritte erzielt. D

Das auf YouTube hochgeladene Video zur Ankündigung der Donut-Batterie mit den unbelegten Behauptungen hat so innerhalb von etwa vier Wochen bereits 708.522 Aufrufe (Stand: 20.02.2026) und über 4.000 Kommentare erreicht – eine unglaublich hohe Zahl für ein kleines Batterie-Start-up.
Wer zudem die ansonsten wohl nur von wenigen Spezialisten verstandenen Prüfberichte in den sozialen Medien und auf einer Seite mit dem Namen „I Donut Believe” publikumswirksam veröffentlicht, nutzt Social Media sehr geschickt. Wenn das Unternehmen seine Behauptungen nun auch mit belastbaren Belegen untermauern kann, wird es von dieser Vorarbeit maximal profitieren. (jr)
