PLS: Debugging- und Trace-Unterstützung für die neuesten AURIX TC4x-Derivate

Neben dem Microcontroller TC4Dx, dem ersten Mitglied der MCU-Familie, werden von der Debug-, Trace- und Test-Umgebung UDE ab sofort auch die MCU-Derivate TC48x, TC45x sowie TC49x unterstützt. © PLS

Die Universal Debug Engine UDE von PLS Programmierbare Logik & Systeme unterstützt ab sofort zusätzlich zu den MCUs der TC4Dx-Serie auch die MCU-Derivate TC48x, TC45x sowie TC49x.

Über ihre intuitive Benutzeroberfläche gewährt das Debug-, Trace- und Test-Tool Entwicklern einfachen Zugriff auf alle Haupt- und Spezialkerne der TC4x-Familie von Infineon. Das Tool ermöglicht die Steuerung aller Cores für das Debugging, den Test und für tiefgreifende Systemanalysen innerhalb einer einzigen Debugger-Instanz. Es ist also nicht erforderlich, separate Debugger-Instanzen für die verschiedenen Cores, wie die PPU oder den CDSP, zu öffnen. Die UDE ermöglicht das Hochsprachen-Debugging von in C/C++ geschriebenen Applikationen sowie von Rust-Code, wobei alle gängigen Compiler unterstützt werden. Für das Debugging auf Assemblerebene stehen der Mixed-Mode bzw. der Disassembler-Mode zur Verfügung. Im Mixed-Mode kann der vom Compiler erzeugte Maschinencode zwischen die Hochsprachenzeilen eingeblendet werden. Für das Debugging des CSRM innerhalb der UDE bietet PLS ein entsprechendes Erweiterungspaket an. 

Je nach Partitionierung der auf dem TC4x laufenden Applikationen können die Cores entweder alle gemeinsam, in Gruppen oder auch nur einzeln durch traditionelles Run-Mode-Debugging, d. h. durch Breakpoints oder durch Single-Step-Betrieb, kontrolliert werden. Dabei erlaubt die UDE unter Ausnutzung der Chip-eigenen Debug-Logik ein nahezu synchrones Starten und Stoppen der jeweiligen Cores. Insbesondere in gemeinsam genutztem Code vereinfachen Multi-Core-Breakpoints darüber hinaus das Debuggen komplexer Applikationen. Ein Multi-Core-Breakpoint wirkt dabei immer, unabhängig davon, welcher Core gerade den betreffenden Code ausführt.

Zur nicht-invasiven, tiefgreifenden Beobachtung und Analyse des Laufzeitverhaltens von Applikationen unterstützt die UDE das Trace-System der TC4x-MCUs. So ist es beispielsweise möglich, die Programmausführung mehrerer Cores gleichzeitig aufzuzeichnen und zu visualisieren oder Datenzugriffe zu beobachten. Bei Einsatz der Hardware-Virtualisierung können zudem Laufzeitinformationen der einzelnen virtuellen Maschinen gewonnen werden. Dadurch ist es möglich, Timing-Probleme zu untersuchen, die eventuell durch den Hypervisor verursacht wurden.

Im Gegensatz zu den Vorgängergenerationen TC2xx bzw. TC3xx steht das Trace-Feature beim TC4x nicht nur bei sogenannten Emulation Devices zur Verfügung. TC4x-MCUs aus der Serienproduktionerlauben erlauben auch im Feld kurze Trace-Aufzeichnungen, was eine Fehleranalyse nach Auslieferung an den Kunden deutlich erleichtert. Dabei ist jedoch nur eine „Single-Shot“-Trace-Aufzeichnung nach dem Systemstart möglich. Je nachdem, ob ein Emulation Device verfügbar ist oder auf einen Chip aus der Serienproduktion zurückgegriffen wird, lässt sich die jeweilige Trace-Funktion mit der UDE flexibel und umfassend konfigurieren.

Das in der UDE integrierte Flash-Programming-Tool „UDE Memtool” ermöglicht eine schnelle und zuverlässige Programmierung der in einigen Derivaten verwendeten RRAMs. Damit lassen sich auch die UCBs (User Configuration Blocks) sowie die SOTA-Funktionen (Software-over-the-Air) der TC4x-MCUs konfigurieren. Das UDE Memtool ist als Produktionswerkzeug auch als eigenständiges Produkt von PLS verfügbar. (jr)

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