Deutsche Pkw-Produktion bleibt unter Vorjahresniveau

Die Produktion von Pkw in Deutschland ist im Mai 2026 auf 301.600 Fahrzeuge gesunken und lag damit 18 Prozent unter dem Vorjahreswert. Nach Angaben des Verbandes der Automobilindustrie VDA ist ein wesentlicher Teil des Rückgangs auf zwei Arbeitstage weniger als im Mai 2025 zurückzuführen. In den ersten fünf Monaten des Jahres wurden insgesamt 1,724 Millionen Pkw gefertigt, ein Minus von 5 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Im Vergleich zum Vorkrisenjahr 2019 liegt die Produktion weiterhin um 19 Prozent niedriger.

Auch der Export entwickelte sich rückläufig. Im Mai wurden 230.700 Pkw aus Deutschland ausgeführt, 19 Prozent weniger als ein Jahr zuvor. Trotz der rückläufigen Entwicklung gingen weiterhin mehr als drei Viertel der in Deutschland produzierten Pkw ins Ausland.

Auf dem deutschen Markt blieben die Neuzulassungen im Mai mit 239.400 Fahrzeugen auf Vorjahresniveau. Im bisherigen Jahresverlauf stieg das Zulassungsvolumen jedoch um 4 Prozent auf 1,188 Millionen Pkw. Gegenüber 2019 liegt der Markt damit weiterhin rund 22 Prozent zurück.

Deutlich dynamischer entwickelte sich das Segment der Elektrofahrzeuge. Die Neuzulassungen von batterieelektrischen Fahrzeugen, Plug-in-Hybriden und Brennstoffzellenfahrzeugen stiegen im Mai um 29 Prozent auf 87.900 Einheiten. Damit erreichten elektrifizierte Fahrzeuge einen Marktanteil von 36,7 Prozent. Besonders stark wuchsen batterieelektrische Fahrzeuge mit einem Plus von 39 Prozent auf 60.000 Neuzulassungen. Plug-in-Hybride legten um 11 Prozent auf 27.900 Einheiten zu.

Für die ersten fünf Monate des Jahres summieren sich die Neuzulassungen elektrifizierter Pkw auf 415.500 Fahrzeuge (+32 %). Vor dem Hintergrund dieser Entwicklung hat der VDA seine Prognose für den deutschen Elektrofahrzeugmarkt 2026 auf 1,07 Millionen Einheiten angehoben. (oe)