Quantenresistente Kryptographie auf RISC-V

Post-Quanten-Chip Forschung am Lehrstuhl Sicherheit in der Informationstechnik der Technischen Universität München. Im Bild: Platzierung des Chips auf der Testplatine. (©Astrid Eckert / TUM)

Ein deutsch-singapurisches Forschungskonsortium hat sich zum Ziel gesetzt, ein vollständig quelloffenes, post-quanten-sicheres Prozessorsystem zu entwickeln. Damit adressiert das Konsortium insbesondere Anwendungen in ressourcenbeschränkten Systemen, in denen klassische Softwarelösungen an ihre Grenzen stoßen. Hintergrund ist die wachsende Bedrohung klassischer Verschlüsselungsverfahren durch Fortschritte im Quantencomputing.

Im Zentrum des Projekts QUASAR-CREATE steht die Integration von Post-Quanten-Kryptographie direkt in ein RISC-V-basiertes Prozessorsystem. Anders als bei rein softwarebasierten Ansätzen werden Sicherheitsmechanismen hier auf Hardware- und Systemebene verankert. Ziel ist es, langfristig belastbare, transparente und überprüfbare Sicherheitsarchitekturen zu schaffen.

Das auf dreieinhalb Jahre angelegte Forschungsprogramm wird von der National Research Foundation Singapur gefördert und vereint Partner wie die Technische Universität München, die Nanyang Technological University, National University of Singapore sowie Fraunhofer-Gesellschaft. Eine zentrale Rolle übernimmt die TUM-Forschungsplattform CREATE in Singapur, die die Entwicklung der sicheren Hardwarearchitektur koordiniert. (oe)

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