Der dreiphasige Lüftertreiber MLX80339 von Melexis kann ohne Programmieraufwand über eine intuitive Schnittstelle konfiguriert werden. Dadurch ist eine schnelle Implementierung einer effizienten, rauscharmen und zuverlässigen BLDC-Motorsteuerung möglich, ohne dass eine Softwareentwicklung erforderlich ist.
Die programmierfreie Konfiguration und das zugehörige „Start-to-Run“-Tool verkürzen die Prototypenentwicklung für Motortreiber erheblich. Designs sind in Verbindung mit dem Evaluierungskit und der Evaluierungsplattform Melexis Compact Master laut Hersteller in weniger als 15 Minuten betriebsbereit. Dieses intuitive Ökosystem generiert die erforderlichen Konfigurationsparameter für einen robusten Motorstart und -betrieb und ersetzt umfangreiche Entwicklungsaufgaben durch einfache Benutzereingaben. Da die Logik für das Motorverhalten von Melexis bereits charakterisiert und validiert wurde, müssen Ingenieure lediglich eine abschließende, anwendungsspezifische Systemvalidierung durchführen. Dadurch wird die Markteinführungszeit weiter verkürzt.
Der Treiber wurde für einen sensorlosen und leisen Betrieb entwickelt. Er unterstützt eine Leistung von bis zu 20 W bei 12 V bzw. 40 W bei 24 V und verfügt über eine konfigurierbare Strombegrenzung von bis zu 3 A. Integrierte Schutzfunktionen gegen Unter- und Überspannung, Überstrom und Übertemperatur gewährleisten einen zuverlässigen Betrieb. Das kompakte SO8-EP-Gehäuse ist für kleine Lüfteranwendungen, wie die Belüftung von Autositzen, optimiert, eignet sich aber auch für kleine Motoren, Aktuatoren, Pumpen und verwandte Systeme. Ein breiter Versorgungsspannungsbereich von 6 V bis 26 V sowie ein Betriebstemperaturbereich von −40 °C bis 125 °C bei Sperrschichttemperaturen von bis zu 150 °C erleichtern die Systemintegration zusätzlich.
Der MLX80339 unterstützt die herkömmliche, PWM-basierte Lüftersteuerung für einen unkomplizierten Drop-in-Einsatz, bietet aber gleichzeitig digitale Schnittstellen wie UART und I²C für Kunden, die zusätzliche Diagnosefunktionen oder die Koordination mehrerer Lüfter benötigen. So können Entwickler bei Bedarf fortschrittlichere Steuerungskonzepte einsetzen, ohne die Einfachheit von Mainstream-Designs zu beeinträchtigen.
Aufgrund der umfassenden Reduzierung der Systemkomplexität eignet sich der Treiber für Projekte mit geringeren Stückzahlen, die mit dreiphasigen eingebetteten Motortreibern bisher nicht realisierbar waren. (jr)
