Magna: Ganzheitliches Batterie-Thermomanagement als Basis für leistungsfähige E-Antriebe

Effiziente Wärmeübertragungswege verbessern nicht nur die Kühlung unter hoher Belastung, sondern ermöglichen auch ein schnelleres und gleichmäßigeres Aufwärmen in kalten Umgebungen. (© Magna)

Traktionsbatterien arbeiten nur dann zuverlässig und langlebig, wenn ihre Temperatur in einem engen Bereich bleibt. Mit steigenden Ladeleistungen, Ultra-Schnellladen und immer kompakteren Batterie- und Fahrzeugkonzepten nimmt jedoch die entstehende Abwärme deutlich zu. Klassische Lösungen wie flüssigkeitsgekühlte Bodenplatten oder einfache Kühlkanäle geraten dabei zunehmend an ihre Grenzen. Wird die Wärme nicht gezielt und gleichmäßig abgeführt, kann dies die Alterung der Zellen beschleunigen und die dauerhaft nutzbare Batteriekapazität spürbar verringern.

Vor diesem Hintergrund setzt Magna auf einen ganzheitlichen Ansatz im Batteriethermomanagement. Im Mittelpunkt steht nicht mehr allein die Kühlung bei hoher Last, sondern eine präzise und situationsabhängige Temperaturregelung. Optimierte Wärmeübertragungswege sorgen für gleichmäßigere Zelltemperaturen und ermöglichen zugleich ein schnelleres Aufwärmen bei niedrigen Außentemperaturen. Das erhöht die Zuverlässigkeit beim Laden und verbessert Reichweite sowie Effizienz im Winterbetrieb. Langfristig bieten zellnahe oder modulare Konzepte zusätzliche Spielräume für eine noch feinere thermische Steuerung.

Um diese Anforderungen umzusetzen, entwickelt Magna integrierte Batteriethermomanagementsysteme, die Kühlung, Heizung und Regelung als Gesamtsystem betrachten. Die modularen und skalierbaren Architekturen lassen sich an unterschiedliche Zellformate, Leistungsanforderungen und Fahrzeugkonzepte anpassen. Optimierte Kühlplatten, durchdachte Strömungskonzepte und die Anbindung an die Fahrzeugklimatisierung ermöglichen eine stabile Temperaturführung über alle Betriebszustände hinweg.

Ein zentrales Entwicklungsziel ist dabei die systemische Integration. Das Thermomanagement wird als Bestandteil des elektrischen Antriebsstrangs ausgelegt und nicht als isolierte Einzellösung. Das reduziert Bauraum- und Systemkomplexität und unterstützt OEMs bei der Umsetzung einheitlicher Plattformstrategien über mehrere Fahrzeugsegmente hinweg. Im Fahrbetrieb eröffnen datenbasierte Regelstrategien zusätzliches Potenzial, um thermische Zustände vorausschauend zu steuern und die Batterielebensdauer weiter zu erhöhen. (oe)

Weitere Informationen