VDA: Ausbau des Softwareökosystems mit der Eclipse Foundation schreitet voran

Die Eclipse Foundation und der VDA gaben heute eine bedeutende Erweiterung ihres globalen Ökosystems zur Beschleunigung der Entwicklung softwaredefinierter Fahrzeuge (SDVs) bekannt.

Das im Juni 2025 mit elf Unterzeichnern gestartete Memorandum of Understanding (MoU) umfasst inzwischen 32 globale Unternehmen, die führende Akteure entlang der gesamten automobilen Wertschöpfungskette repräsentieren. Dies zeigt eine bedeutende Dynamik und eine starke Brancheneinigkeit hinsichtlich einer offenen, interoperablen und zertifizierbaren Softwarebasis für die Mobilität der nächsten Generation, die innerhalb der Eclipse SDV Working Group umgesetzt wird.

Zu den neuen Teilnehmern zählen 42dot, Accenture, AVL, Capgemini, Coretura, Cummins, ECARX, Elektrobit, Infineon, LEAR, LG Electronics, Michelin, MOBIS, Qualcomm, QNX, Red Hat, Schaeffler, Stellantis, Traton, T-Systems und Useblocks. Sie ergänzen die Gründungsmitglieder Aumovio, BMW, Bosch, ETAS, Hella, Mercedes-Benz, Qorix, Valeo, Vector, Volkswagen und ZF.

Im Zentrum dieser Zusammenarbeit steht Eclipse S-CORE, ein Open-Source-Software-Stack für die Automobilindustrie, der in der Eclipse SDV Working Group entwickelt wurde. S-CORE integriert mehrere SDV-Projekte in eine Referenzimplementierung und eine Tooling-Umgebung, die für zertifizierbare, produktionsreife Software ausgelegt ist.

Mit der Veröffentlichung der ersten öffentlichen Version (0.5) im November 2025 wurde ein wichtiger Meilenstein gemäß des ursprünglichen MoU erreicht. Eine vollständige Version ist für Ende 2026 vorgesehen und zielt auf Fahrzeugprogramme ab, die spätestens 2030 auf den Markt kommen sollen.

Die beteiligten Unternehmen erwarten, dass die kollaborative Open-Source-Entwicklung erhebliche Vorteile bringt:

  • Bis zu 40 % weniger Aufwand für die Entwicklung, Integration und Wartung von nicht differenzierender Software, wodurch Entwicklungskapazitäten für innovative Funktionen frei werden.
  • Bis zu 30 % schnellere Markteinführung durch gemeinsam genutzte Komponenten in Automotive-Qualität.
  • Verbesserte Interoperabilität zwischen Zulieferern und Fahrzeugplattformen.
  • Höhere Nachhaltigkeit und langfristige Wartungsfähigkeit der Software.

(jr)

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