Paragon stellt Insolvenzanträge für drei Gesellschaften

Die paragon GmbH & Co. KGaA sowie die Tochtergesellschaften paragon electronic GmbH und paragon movasys GmbH haben beim Amtsgericht Paderborn Insolvenzanträge gestellt. Hintergrund sind nach Angaben des Unternehmens ausstehende Zahlungen eines indischen Investors in Höhe von insgesamt 12 Millionen Euro.

Paragon hatte mit Tejascore Techsystems Inc. im Juni 2026 eine Vereinbarung über Finanzierungen und Beteiligungen geschlossen. Trotz mehrfacher Aufforderungen und einer Nachfrist seien die zugesagten Mittel nicht bereitgestellt worden. Dadurch könne paragon eigene Verpflichtungen gegenüber Lieferanten nicht erfüllen. Von den Insolvenzanträgen sind nach Unternehmensangaben insgesamt 552 Beschäftigte an den Standorten Delbrück, Suhl, Landsberg am Lech, Limbach, Nürnberg und St. Georgen betroffen. Die ausländischen Tochtergesellschaften in Kroatien und China seien nicht betroffen. Paragon verweist zugleich auf eine profitable Geschäftsentwicklung, einen hohen Auftragseingang und umfangreiche Auftragsbestände bei Automobilherstellern. Das Unternehmen erwartet daher, dass die Geschäftstätigkeit nach Bestellung eines vorläufigen Insolvenzverwalters fortgeführt werden kann. Die von paragon gegen den Investor erhobenen Vorwürfe einer möglichen Täuschung beziehungsweise eines Betrugs sind bislang Unternehmensangaben. (oe)

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